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Borna Regiser Wohnpark Alte Mühle verzögert sich
Region Borna Regiser Wohnpark Alte Mühle verzögert sich
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09:00 27.04.2019
Das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Nötzold muss auf den ersten Spatenstich zur Erschließung warten. Quelle: Olaf Krenz
Regis-Breitingen

Der erste Spatenstich wird wohl noch eine Weile auf sich warten lassen. Was nicht nur daran liegt, dass der Stadtrat von Regis-Breitingen jetzt nicht den nächsten Schritt für den Bebauungsplan „Wohnpark An der Alten Mühle“ nehmen konnte.

Vielmehr sprach Investor Joachim Fehr von einigen Unwägbarkeiten, die im Zuge der öffentlichen Beteiligung am B-Plan-Verfahren aufgetaucht waren. „Ich habe es noch nie erlebt, dass ein solches Grundstück mit so vielen Leitungen durchzogen ist“, antwortete er auf die Frage von Stadtrat Tobias Just (Bürger von Hagenest, Ramsdorf, Wildenhain), ob das Projekt ungewöhnlich ist.

20 Stellungnahmen wurden während der Auslegung eingereicht

Auf der Tagesordnung der Ratssitzung vom Donnerstagabend stand der Abwägungsbeschluss. Die Abgeordneten sollten also bestätigen, welche Hinweise und Anregungen aus der öffentlichen Auslegung sowie von Ämtern und Behörden ins Dokument einfließen müssen.

„Doch das ist nicht möglich, weil in dieser Woche noch neue Unterlagen gekommen sind“, erklärte Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke). Zumindest aber sei es möglich, den Investor die Einwendungen erklären und mögliche Fragen beantworten zu lassen.

Das Bebauungsgebiet „An der Alten Mühle“ wird vom hellblauen Rahmen begrenzt. Dabei befinden sich im Norden (rechts) die Bornaer Straße, im Westen (oben) die Auenstraße. Gelb ist die Wohngebietsstraße dargestellt. Quelle: Stadtverwaltung

Fehr, Chef vom Erschließungsträger DF-Wohnbau (Augsburg/Leipzig), sagte, dass die Beteiligung bis Ende Dezember gelaufen war. Von 22 angeschriebenen Trägern öffentlicher Belange (Kommunen, Verbände, Versorger) hatten 20 Stellungnahmen eingereicht, wobei sechs wesentliche Hinweise enthielten.

Mehrfach sei ein Altlastenverdacht genannt worden, meist allgemein. „Einmal wurde das alte Pleiße-Bett genannt, weil nicht klar sei, womit es nach der Verlegung des Flusses aufgefüllt wurde. Dazu wird unser Bodengutachter Bohrungen durchführen, damit klar wird, um welches Material es sich handelt“, so Fehr.

Problem Grundwasseranstieg

Für das Problem Grundwasseranstieg werde der Bodengutachter den Ist-Stand ermitteln, kündigte er an. „Dann nehmen wir Kontakt zur LMBV (Tagebausanierer, d. A.) und zum Oberbergamt auf, um anhand von deren Rechenmodellen die Entwicklung fürs Grundwasser vorauszusehen.“

Mehr Schwierigkeiten könnten die zahlreichen Leitungen im Boden machen, meinte Fehr. Ein Großteil der Rohre vom Zweckverband Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL) sei auf den regulären Karten für Bauprojekte gar nicht an der richtigen Stelle gewesen.

Deshalb habe das der Vermesser mit den ZBL-eigenen Plänen abgeglichen. „Aber warum da eine Druckleitung auf einem privaten Grundstück verlegt wurde und nicht im öffentlichen Raum, also unter der Straße, ist mir unklar“, sagte der Investor. Auch seinen Zaun habe der Verband auf privatem Land gezogen.

Nicht eingezeichnete Stromleitungen in Regis aufgetaucht

Außerdem seien zwei nicht eingezeichnete Stromleitungen „aufgetaucht“, darunter eine mit Mittelspannung. Über deren Verlegung und die der ZBL-Rohre müsse weiter verhandelt werden. Und womöglich beanspruchen dann auch die Archäologen ihre Zeit.

„Wir müssen und werden die Probleme klären“, blieb Bürgermeister Lenk optimistisch. Die Stadträte werden das Thema nochmals am 23. Mai behandeln und dann die Abwägung beschließen, kündigte er an. Joachim Fehr erklärte, dass nach Rückmeldung an die Einsender deren mögliche Antworten erneut bewertet werden müssten. Schließlich sei dann die Satzung zum Bebauungsplan zu beschließen.

Der „Wohnpark An der Alten Mühle“ soll auf einem Hektar des seit Jahren brachliegenden Geländes der ehemaligen Gärtnerei Nötzold östlich von Auen- und Mühlenstraße entstehen. Noch hat der Investor aber die Fläche nicht von den bisherigen Eigentümern erworben.

Die Vermarktung hatte aber schon im Vorjahr begonnen, mit Quadratmeterpreisen von knapp 100 Euro für zwölf der 13 ausgewiesenen Parzellen für Einfamilienhäuser. Dort wurden schon der Erschließungsbeginn auf Herbst 2019 und der Baustart für die Käufer auf Frühjahr 2020 korrigiert.

Von Olaf Krenz

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