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Borna Rente: Gärtner verlässt Volkssolidarität
Region Borna Rente: Gärtner verlässt Volkssolidarität
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12:18 01.11.2018
Karin Gärtner an ihrem Arbeitsplatz bei der Volkssolidarität in Schkeuditz. Sie koordinierte die Betreibung von Kitas und Horten im Landkreis Leipzig und geht jetzt in Rente. Quelle: Frank Pfeifer
Trebsen/Neichen

Ein letztes Mal fährt Karin Gärtner am Freitag zur Arbeit nach Schkeuditz. Dabei weiß sie schon im Vorfeld: Zum Arbeiten dürfte sie nicht kommen. Gäste aus dem gesamten Landkreis Leipzig werden sich die Klinke in die Hand geben – bei ihrem Ausstand.

Als Fachbereichskoordinatorin für Bildung und Erziehung in der Volkssolidarität (VS) Leipziger Land/Muldental hat sich die Frau aus dem Trebsener Ortsteil Neichen einen Namen gemacht. Sie steuerte den Einsatz von Personal in 28 Kindertagesstätten und Horten, ermittelte deren Erhaltungsaufwand, stellte Anträge für Landeszuschüsse und vieles mehr. „Manchmal war ich einfach auch nur der Seelenklempner für die Leiterinnen“, sagt die 63-Jährige. „Ein sehr interessantes und vielschichtiges Betätigungsfeld.“

Kitas und Horte in elf Kommunen

Dazu gehörte es ebenso, den Kontakt zum Jugend- und Sozialamt sowie zu den elf Kommunen zu halten, in denen die VS Kitas und Horte trägt: Bad Lausick, Belgershain, Borna, Borsdorf, Colditz, Pegau, Markkleeberg, Markranstädt, Neukieritzsch, Trebsen und Zwenkau. „Mit ihnen war abzustimmen, was sich an vorhandenen Wünschen umsetzen lässt“, beschreibt sie.

Als ihren größten Erfolg bezeichnet sie den Ersatzneubau der Kita im Belgershainer Ortsteil Köhra. „Das war mein Vorschlag, und die Kommune unter Leitung von Bürgermeister Hagenow setzte ihn um“, zeigt sie sich glücklich. „Dort wurde etwas Bleibendes geschaffen.“

Rente nach 37 Jahren bei Volkssolidarität

Dass sie einmal solche Spuren hinterlässt, hätte sie am Anfang ihres Berufslebens nicht gedacht. Sie wurde Fachkraft für Schreibtechnik, inzwischen heißt das Bürokauffrau, und engagierte sich ab 18 Jahren ehrenamtlich für die Seniorenbetreuung in der Volkssolidarität. Nach dem Mauerfall, den sie wegen der Geburt ihres dritten Kindes während der Mutterzeit zu Hause erlebte, fragte sie der Chef der VS Grimma, Helmut Schädle, ob sie nicht dort einsteigen wolle. Sie sagte Ja, begann am 15. Juli, ihrem 37. Geburtstag, zunächst als Mädchen für alles im Büro. Nach dem Zusammenschluss mit der VS Leipziger Land zum jetzigen Verband übernahm sie im Juli 1993 die Betreuung der Kindereinrichtungen. Am Anfang waren es drei: die Kitas von Belgershain und Köhra sowie das Heim in Seidewitz.

Nach 37 Jahren bei der VS geht sie nun in den Ruhestand und freut sich, dass alle 28 Häuser, wie sie urteilt, gut laufen. „Ich versuchte immer, für die Einrichtungen, die Erzieher und die Kinder das Beste herauszuholen“, zieht sie ihre persönliche Bilanz und räumt freimütig ein: „Natürlich hinterlasse ich den Schreibtisch nicht 100-prozentig aufgeräumt, denn man kann nie alles erledigen.“ Eine offene Baustelle sei Belgershain, wo mehr Platz für Kinder geschaffen werden muss. Und auch die Eröffnung des neuen Horts in Neukieritzsch wäre Sache der Nachfolgerin.

Lusie Bretschneider wird Nachfolgerin

In die großen Fußstapfen, die Karin Gärtner hinterlässt, tritt nun Luise Bretschneider aus Leipzig. Die 25-Jährige Pflegemanagerin belegt derzeit einen Masterstudiengang zum Master of Business und hat sich schon in den Kommunen, im Jugendamt und in fast allen Kindereinrichtungen der VS im Landkreis vorgestellt. „Bei Fragen stehe ich ihr natürlich weiterhin zur Seite“, verspricht die angehende Pensionärin.

Für sie selbst ist es nun vorbei mit dem langen Fahrtweg von Trebsen über die Autobahn 14, vorbei an Porsche und hinterm DHL-Terminal des Flughafens weg zum Büro im Schkeuditzer Ziegeleiweg. „Mein Mann freut sich schon, dass ich jetzt mehr Zeit für ihn habe“, lässt sie ins Private blicken. Dann sind da noch die vier Enkel und der Garten, den sie erst mal in Ordnung bringen will. Und der VS geht sie nicht ganz verloren. „Die Ortsgruppe Neichen leite ich weiter“, verspricht sie. Die Organisation der monatlichen Veranstaltungen für Senioren im Feuerwehrgerätehaus und der Ausfahrten bleibt also in guten Händen.

Von Frank Pfeifer

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