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Borna Rötha: Provisorium für Kita wird teuer
Region Borna Rötha: Provisorium für Kita wird teuer
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18:27 19.03.2019
Am Sportplatz Espenhain könnten für das Röthaer Kita-Provisorium die ehemalige Umkleide umgebaut beziehungsweise Container aufgestellt werden. Quelle: André Neumann
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Rötha

Kinderbetreuung ist das beherrschende Thema der nächsten Stadtratssitzung in Rötha. Die findet am 21. März statt. Dabei werden Mitarbeiter der Diakonie Leipziger Land und des Ingenieurbüros Schubach den Planungsstand für den vorgesehenen Neubau einer Kindertagesstätte präsentieren. Die Diakonie hat für die Stadt die Rolle des Bauherren der Kita übernommen und wird sie nach der Fertigstellung auch betreiben. Thomas Schubach ist der Planer für den Neubau.

30 Plätze werden sofort gebraucht

Mit der neuen Kita hängt auch zusammen, was darüber hinaus in der Sitzung des Stadtrates beschlossen werden soll. Die Einrichtung wird nämlich nicht zeitig genug fertig, um den schneller wachsenden Betreuungsbedarf abdecken zu können. Schon im September, davon geht die Stadt aus, werden rund 30 Plätze gebraucht, überwiegend im Krippenbereich.

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Um Klagen von Eltern zu vermeiden, will die Stadt übergangsweise eine provisorische Kindereinrichtung schaffen. Die Weichen dafür wollte die Verwaltung schon auf einer Sondersitzung des Stadtrates am 5. März stellen lassen.

Umbau des Aspenhofes birgt zu viele Risiken

Doch das Gremium vertagte die Entscheidung über die einzige von der Verwaltung vorgestellte Variante. Im Umbau eines Teils des Aspenhofes in Espenhain wurden zu viele Risiken gesehen. Zumal die Stadt dort erhebliche Summen in die Immobilie eines privaten Eigentümers hätte investieren müssen, an den dann trotzdem noch Miete zu zahlen wäre.

Auf der regulären Stadtratssitzung am Donnerstag wird die Verwaltung nun voraussichtlich vier Varianten präsentieren. Neben dem Aspenhof soll dann auch wieder die seitens der Verwaltung schon einmal verworfene Containerlösung mit betrachtet werden. Mietcontainer mit einer Kapazität für 30 Kinder könnten neben dem ehemaligen Umkleidegebäude auf dem Espenhainer Sportplatz aufgestellt werden.

Stadtrat entscheidet zwischen mehreren Varianten

Eine dritte Variante ist der Umbau dieses Gebäudes selbst. Außerdem ist als vierte Möglichkeit der bestehende Kindergarten im Rittergut in Oelzschau in den Blick genommen worden. Dort könnte durch Baumaßnahmen die vorhandene Einrichtung vorübergehend erweitert werden.

Für welche Variante sich der Stadtrat auch immer entscheidet. Kostspielig wird es für die Stadt allemal. Die geschätzten Ausgaben für ein Provisorium mit 30 Plätzen liegen zwischen 240.000 und 350.000 Euro.

Finanzierungsmodelle müssen geklärt werden

Weil die Stadt noch keinen Haushaltplan hat, müsste der Stadtrat die Mittel für die provisorische Kita freigeben. Um einen solchen Vorgang geht es am Donnerstag auch bei einem weiteren Tagesordnungspunkt. In dem Falle soll Geld für die Grundschule zur Verfügung gestellt werden.

Die öffentliche Sitzung beginnt am 21. März, 19.30 Uhr, im Mehrgenerationenhaus in der Straße der Jugend 5 in Rötha.

Von André Neumann

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