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Borna Rötha lässt Turnhalle in Espenhain sanieren
Region Borna Rötha lässt Turnhalle in Espenhain sanieren
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13:03 12.12.2018
Sportunterricht in der Sporthalle Espenhain. Die will die Stadt Rötha im nächsten Jahr teilweise sanieren lassen.
Sportunterricht in der Sporthalle Espenhain. Die will die Stadt Rötha im nächsten Jahr teilweise sanieren lassen. Quelle: André Neumann
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Rötha/Espenhain

Die Espenhainer Sporthalle ist erheblich in die Jahre gekommen. Über fleckige Wände ziehen sich Rohrleitungen, dazwischen ragen Lüfter in den Raum. Die Kletterstangen stehen, wie das früher üblich war, in einer Ecke im Spielfeld, auf der anderen Seite ragen mit Eisengittern verkleidete Heizkörper in den Hallenraum. Um Fenster öffnen und schließen zu können, muss jemand auf die schmalen Fensterbretter steigen und sich ganz lang machen.

Passiert sei noch nie etwas, sagt Sportlehrerin Petra Ziegler. Sie achtet im Sportunterricht immer streng darauf, dass kein Schüler gegen einen der Heizkörper prallt. Aber natürlich wünscht auch sie sich Verbesserungen. Sie kommentierte den Zustand der Halle bislang gern mal mit Galgenhumor: Bei Ehemaligentreffen hörten frühere Schüler gelegentlich den Satz: Wir haben alles getan, um Ihnen die Halle so zeigen zu können, wie Sie sie kennen.

Insgesamt sechs Aufträge vergeben

Das soll sich demnächst ändern. Die Stadt kann sich zwar keinen Neubau oder eine komplette Sanierung leisten, will aber in den kommenden Sommerferien das Nötigste in Ordnung bringen lassen.

Weil Handwerker und Baufirmen derzeit schwer zu kriegen sind, wurden die Aufträge schon jetzt, mehr als ein halbes Jahr früher, ausgeschrieben und vergeben. Insgesamt handelt es sich um sechs Lose. Für Putzarbeiten wird die Baufirma Munkelt aus Borna gebunden. Mit den Fenstern beschäftigt sich die Tischlerei Plaschtokat aus Kohren-Sahlis. Es werden allerdings keine neuen Fenster eingebaut, sondern es geht nur um Vorrichtungen, die das Bedienen der beweglichen oberen Fensterteile von unten aus ermöglichen. Hinzu kommen Malerarbeiten. Dieser Auftrag geht an den Malerbetrieb Thieme aus Borna. Bei der Überarbeitung des Parketts setzte sich die Firma Botex aus Markkleeberg durch.

Sportgeräte, Heizkörper, Rohre und Lüfter ragen in die Halle hinein. Auch das soll sich nächstes Jahr ändern. Quelle: André Neumann

Am teuersten wird der Einbau einer Prellwand

Die Heizungsanlage in der Sporthalle wird ebenfalls erneuert. Diesen Auftrag vergab der Technische Ausschuss an das Unternehmen Schuricht und Kurth aus Großbothen bei Grimma.

Das teuerste Einzellos ist mit rund 60.000 Euro der Einbau einer umlaufenden Prallwand. Die verhindert, dass jemand gegen aus der Wand herausragende Teile stoßen kann. Das ist in Sporthallen längst Standard.

Insgesamt wird die Teilsanierung der Turnhalle, wie die Stadt das Vorhaben nennt, nach den jetzt vergebenen Aufträgen rund 117.000 Euro kosten. Die Stadt hat vor, die Arbeiten weitgehend in den Sommerferien im nächsten Jahr erledigen zu lassen.

Von André Neumann

13.12.2018
12.12.2018