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Borna Rötha muss weitere Grundstücke verkaufen
Region Borna Rötha muss weitere Grundstücke verkaufen
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14:13 08.07.2019
Rötha will jetzt knapp 2000 Quadratmeter Bauland in Großpötzschau verkaufen. Quelle: André Neumann
Rötha

Die Stadt Rötha muss weiterhin Grundstücke verkaufen. Darauf drängt auch das Landratsamt. Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) informierte den Stadtrat auf der jüngsten Sitzung über die jetzt vorliegende Genehmigung des städtischen Doppelhaushaltes für die Jahre 2019 und 2020.

Die Kreisbehörde habe unter anderem die Auflage erteilt, dass Rötha fristgemäß über Grundstücksverkäufe entscheiden muss. Grundlage ist eine Verkaufsliste, die Bestandteil eines von 2017 bis 2021 geltenden Haushaltstrukturkonzeptes ist.

Haushaltssperre droht, wenn Rötha nicht verkauft

Sollte Rötha nicht wie vorgesehen verkaufen, das deutete Eichhorn an, könnte unter Umständen eine Haushaltssperre drohen. „Ich denke, dass wir in diesem Jahr mit den Verkäufen nicht schlecht dastehen“, fügte der Bürgermeister hinzu.

Die Verkaufsstrategie hat im Stadtrat auch Kritiker. Brigitte Engelmann (Rötha Land) befürchtet, die Stadt habe irgendwann überhaupt keine Grundstücke mehr. Uwe Wellmann (CDU) sieht durch zu viele Verkäufe die Vermögensbasis der Stadt in Gefahr.

Laut Bürgermeister Eichhorn handele es sich bei der Mehrheit der Grundstücke, die verkauft würden, um solche, die der Stadt nur Kosten verursachen würden.

Stadtrat bereitet nächste Veräußerungen vor

Die nächsten Verkäufe bereitete der Stadtrat auf der jüngsten Sitzung vor. Und während bisher häufig zum so genannten offiziellen Bodenrichtwert verkauft wurde, will die Stadt jetzt offenbar auch höhere Erlöse erzielen. In dem Zusammenhang erneuerte Uwe Wellmann seine schon mehrfach geäußerte Forderung, bei künftigen Verkäufen die Angebote nicht nur in regionalen Medien zu platzieren, sondern einen Makler zu beauftragen.

Ausgeschrieben wird unter anderem ein Baugrundstück neben der Schule in Espenhain. Hier fordert die Stadt mindestens 75 Euro je Quadratmeter, 30 mehr, als der Bodenrichtwert. Ähnlich soll mit einem knapp 2000 Quadratmeter großen Baugrundstück in Großpötzschau verfahren werden.

Das war 2015 von der damaligen Gemeinde Espenhain schon einmal ausgeschrieben worden, die Bieter traten aber vom Kauf zurück. Seitdem ruhten die Aktivitäten. Jetzt will die Stadt auch hier für mindestens 75 Euro je Quadratmeter ausschreiben. Ein Preis, der dem Bürgermeister angesichts der Lage, des Erschließungszustandes und der Baulandpreise in der Umgebung als angemessen erscheint.

Pachtvertrag für Grundstück in Güntzelstraße soll aufgelöst werden

Ein Grundstück in der Güntzelstraße in Rötha soll ebenfalls zum Verkauf ausgeschrieben werden. Das ist eigentlich noch für 19 Jahre verpachtet. Der Pächter habe die Stadt gebeten, den Vertrag vorzeitig zu beenden. Jetzt soll der aktuelle Verkehrswert ermittelt werden. Kauft ein Bieter zu diesem Preis, so hat es der Stadtrat jetzt beschlossen, könnte der Vertrag gelöst werden.

Die Verwaltung hofft, mit diesem zusätzlichen Verkauf, Erlöse aus geplanten Veräußerungen zu kompensieren, die nicht zustande kommen. Das wäre ein Weg, drohenden Haushaltsperren zu entgehen.

Von André Neumann

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