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Borna Rötha schunkelt durch die 50. Saison
Region Borna Rötha schunkelt durch die 50. Saison
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18:11 03.02.2013
Von Gislinde Redepenning
Sie haben gut lachen: Die begeistert gefeierten „Straußenmänner“ bei der Polonaise durch den Saal. Quelle: Gislinde Redepenning
Rötha

„Wir sind der KCR, die Truppe, die uns glücklich macht", stimmten die „Fonatics" auf den Abend ein. „So sollte ein Geburtstag beginnen", begrüßte Moderator Olaf Kuhnhardt die fantasievoll verkleideten Närrinnen und Narren, die den Hoheiten Sabine I. und Heiko I. sowie dem Kinderprinzenpaar Nele und Denni einen rauschenden Empfang bereiteten. Überraschung nach Einmarsch des Elferrates: Als Vorsorge für die nächsten 50 Jahre zog ein elfköpfiger Frauenrat ein, der den gestandenen Männern Jacken und Kappen abnahm. Die Herren schnieften wegen der Machtabgabe zum Prinzen-Titel „Frauen sind die neuen Männer" geschlossen in ihre Taschentücher. Das Tanz-Medley der „Sektperlen" und der Frauen, die in Lederhosen und Dirndl bis zum martialischen Wave-Gothic-Look in unterschiedlichsten Kostümen an die Highlights vergangener Jahre erinnerten, war eine Hommage an ein halbes Jahrhundert Fasching. Gaudi pur war angesagt, als sich Olaf Kuhnhardt „Voll normaaal" mit Pudelmütze, T-Shirt und Jeansweste als Tommie Gerhardt präsentierte. Die mit Lokalkolorit gewürzte Satire zog sich als roter Faden durchs Programm; der Bündnis-Weg von Böhlen und Rötha ist prädestiniert, um darüber zu lästern. Böhlen sei in 50 Jahren Legende, stellte das Prinzenpaar fest: „Die müssen der Kohle weichen, und wir haben einen neuen See an den sechs Eichen." Die Narrenfreiheit in der Bütt nutzten KCR-Präsidentin Alexandra Feierabend und Denis Eckhardt als Nachrichtensprecher, um das neue Autokennzeichen RÖBÖ vorzustellen und den Zeigefinger auf die ungelösten Probleme der Stadtpolitik zu legen. Um Nachwuchs braucht man sich beim KCR nicht zu sorgen. Die Tanzmäuse wirbelten als Säbel schwingende Kosaken übers Parkett. Max Eckhardt, der im letzten Jahr sein Debüt als Büttenredner gab, flachste sich mit seinem „Opa" Jürgen Meister durch ein Gespräch rund um die Schlagzeilen aus der Zeitung des Großvaters und dem iPad des Sprösslings. Nein, das flache Ding sei kein Küchenbrett, versichert der, und es sei zum Surfen da. „Die Dinger hatten früher vier Meter und ein Segel", wunderte sich der Oldie. Auch der Klerus war vor Persiflagen nicht gefeit: „Pater Pedro" Dannenberg und Ronald Ponert als „Bruder Pone" ließen sich mit einem Nonnen-Chor auf respektlose Wortwechsel ein, versöhnlich schallte das gemeinsame „Halleluja" durch den Saal. Staunen und Raunen über den Showeffekt beim Tanz der fluoreszierenden „verrückten Sträuße", für den sich die von Sandra Wehner trainierten Männer in Ganzkörper-Suits gepresst hatten: einer der Höhepunkte im Programm – vor der abschließenden Polonaise aller Akteure durch den Saal, der Eröffnung der Kussfreiheit und des Tanzes durch das Prinzenpaar.

Gislinde Redepenning

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