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Borna Rötha sucht noch nach Kita-Provisorium
Region Borna Rötha sucht noch nach Kita-Provisorium
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12:00 11.03.2019
Eine provisorische Kita im Aspenhof in Espenhain erscheint dem Stadtrat von Rötha zu unsicher.
Eine provisorische Kita im Aspenhof in Espenhain erscheint dem Stadtrat von Rötha zu unsicher. Quelle: André Neumann
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Rötha/Espenhain

Die Stadt Rötha sucht immer noch nach einem geeigneten Provisorium für die Zeit bis zur Fertigstellung der geplanten neuen Kindertagesstätte. Auf einer eigens deswegen einberufenen Sondersitzung des Stadtrates fiel noch keine Entscheidung.

Rötha lässt durch die Diakonie auf einem freien Gelände neben dem Mehrgenerationenhaus in der Straße der Jugend eine Kindertagesstätte bauen und betreiben. Derzeit laufen die Planungen. Die Einrichtung wird voraussichtlich frühestens im Laufe des nächsten Jahres fertig werden.

Rötha braucht bis September 30 Betreuungsplätze

Die Stadt geht aber davon aus, dass schon in diesem Jahr im September bis zu 30 Betreuungsplätze gebraucht werden. Weil die vorhandenen Einrichtungen ausgelastet sind, ist ein Provisorium nötig. „In diesen sauren Apfel müssen wir beißen“, sagte Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) der LVZ.

Der neue Plan war, einen leer stehenden Teil des Aspenhofes auf eigene Rechnung für eine vorübergehende Nutzung als Kinderkrippe herzurichten. Quelle: André Neumann

Die Verwaltung hatte zunächst eine Containerlösung erwogen, die dann aber selbst wieder verworfen. Vor allem deshalb, weil nach Recherchen der Verwaltung keine Container unter zwei Jahren Mietzeit zu haben gewesen wären, und weil die Kosten laut Eichhorn bei rund 270.000 Euro gelegen hätten.

Günstiger glaubte die Verwaltung mit einer privaten Bestandsimmobilie in Espenhain zu kommen. Der neue Plan war, einen leer stehenden Teil des Aspenhofes auf eigene Rechnung für eine vorübergehende Nutzung als Kinderkrippe herzurichten und vom Eigentümer zu mieten. Der Stadtrat sollte auf der Sondersitzung die Finanzierung dafür freigeben.

Bedenken wegen finanzieller Unwägbarkeiten

Dazu kam es aber nicht, die Entscheidung wurde vertagt. Einige Stadträte hatten Bedenken wegen finanzieller Unwägbarkeiten, die der Altbau mit sich bringen könnte. Ausschlaggebend waren laut Eichhorn vor allem Befürchtungen hinsichtlich der Gewährleistung des Brandschutzes in dem Gebäudekomplex. „Da wissen wir nicht, was auf uns zukommt“, so der Bürgermeister.

Nun sollen dem Stadtrat auf der nächsten regulären Sitzung am 21. März mehrere Varianten vorgestellt werden. Dann könnte es doch wieder auf eine übergangsweise Lösung mit Containern hinauslaufen. Am Freitag schaute sich die Verwaltung dafür eine Fläche am Sportplatz in Espenhain an. Dort, so Eichhorn, würden immerhin schon die Medienanschlüsse vorhanden sein. „Wir hätten dort Platz und wären im Grünen“, gewinnt er dieser Variante Vorzüge ab.

Betreiben soll das Provisorium übrigens auch die Diakonie, darüber sei schon gesprochen worden.

Von André Neumann

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