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Borna Röthaer Schulhof wird zum Kletterparadies
Region Borna Röthaer Schulhof wird zum Kletterparadies
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15:00 10.04.2019
Auf dem Hof der Grundschule Rötha kann man jetzt prima klettern. Emma (v.l.), Miriam, Miny, Caroline, und Nathalie probieren es gleich aus. Quelle: Jens Paul Taubert
Rötha

Riesenhallo auf dem Schulhof der Grundschule Rötha. Seit Montag hatten die Mädchen und Jungen auf dem Gelände die fertige neue Kletterwand sehen können. Drauf durften sie noch nicht. Das passierte erst am Mittwochvormittag zu Beginn der Hofpause.

Anja Stummer, einer der aktivsten Mütter der Schule, die sich persönlich intensiv mit um das neue Spielgerät gekümmert hatte, konnte kaum die Schere ansetzen, so dicht umlagerten sie die Mädchen und Jungen. Dann gab es kein Halten: Unter lautem Jubelgeschrei stürmten die Kinder regelrecht das Klettergerüst.

Das neue Klettergerüst an der Grundschule Rötha wurde jubelnd eingeweiht. Quelle: Jens Paul Taubert

Kletteranlage wird Favorit in der Hofpause für die Schüler

Das besteht fast komplett aus Holz, geklettert wird an Seilen, einer Stange und vielen Klettergriffen auf allen Seiten der hölzernen Wände. In nächster Zeit dürfte die Anlage der Favorit in der Hofpause sein.

Der Förderverein der Schule hatte sich ein knappes Jahr lang mit enormer Kreativität darum bemüht, den Kindern diesen Wunsch erfüllen zu können, nachdem der Elternrat die Idee dazu hatte. Geld von der Stadt, das stand schnell fest, stand dafür nämlich nicht zur Verfügung.

Also ging es ans Sammeln. Im vorigen Juni stand der alljährliche Sponsorenlauf im Zeichen des Klettergerüstes. Erstmals wurden direkt Firmen angesprochen, die gelaufenen Runden zu vergolden. 2500 Euro seien damals zusammengekommen, blickt Schulsekretärin Annett Barthel zurück, die im Förderverein das Geld verwaltet. Das reichte natürlich noch nicht.

Also bewarb sich die Schule bei einem Wettbewerb einer Bäckereikette. Viele Röthaer stimmten im Internet für das Projekt ihrer Grundschule ab, und es gab 1000 Euro.

Das Klettergerüst kam bei den Dritt- und Viertklässlern sehr gut an. Quelle: Jens Paul Taubert

Fundraising-Aktion eines Sockenhändlers für Klettergerüst genutzt

Damit noch nicht genug der Kreativität bei der Suche nach Geld: Man stieß auf die Fundraising-Aktion eines Sockenhändlers. Der Förderverein verkaufte in der Schule Päckchen mit Socken, von jeder blieben vier Euro für das Klettergerüst. Rund 850 Euro kamen so zusammen.

Schließlich gab es noch eine Aktion, an der die Kinder direkt selbst beteiligt waren. Sie malten Bilder, die auf Tassen, Mousepads und Karten gedruckt wurden. Das gab noch mal 660 Euro. Weitere 400 Euro kamen zusammen, als beim vergangenen Weihnachtskonzert der Grundschule im Volkshaus eine Spendenbox für das Klettergerüst aufgestellt wurde.

Mutti Anja Stummer weiht das neue Klettergerüst ein. Quelle: Jens Paul Taubert

Weil das alles noch nicht reichte, gab es noch direkte Spenden. Eltern warben in ihren Firmen für das Projekt der Grundschule, das brachte noch einmal 2500 Euro von vier Unternehmen ein.

Das reichte für das Klettergerüst. Aufgebaut war es damit noch nicht. Das übernahmen wiederum Betriebe, in denen Eltern der Grundschule arbeiten. Schließlich füllten zehn Mütter und Väter am zurückliegenden Sonnabend die Baugrube mit Fallschutzkies auf. Dann dauerte es nur noch vier Tage, bis der Kletterspaß beginnen konnte.

Von André Neumann

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