Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Röthaer trainieren im Brandcontainer
Region Borna Röthaer trainieren im Brandcontainer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:57 08.09.2019
Brandcontainer: In dieser Anlage konnten die Feuerwehrleute den Einsatz von Atemschutztechnik üben. Quelle: Bert Endruszeit
Rötha

Heiß her ging es am Wochenende beim Röthaer Feuerwehrfest zum 145. Geburtstag der Wehr. Und das durfte man durchaus wörtlich nehmen, denn die Feuerwehrleute konnten sich in einem speziellen Brandcontainer mitten hinein in komplett verqualmte Räume begeben.

Kathleen Jacob war eigens aus Zwönitz angereist, um – mit Atemschutzgerät ausgestattet – die extrem heiße Hindernisbahn zu bezwingen. „So kompakt und eng ist es bei echten Bränden selten, außer in Messie-Häusern“, sagte die 29-Jährige. Für sie sei das eine gute Trainingsmöglichkeit. „Da drin ist es komplett dunkel und sehr warm, und zwar nicht kuschelig, sondern richtig warm.“

Bis zu 30 Minuten im Container

Etwa 20 bis 30 Minuten bleiben die Feuerwehrleute im Brandcontainer. „So lange reicht die Luft, dabei üben wir auch noch die Rettung von Menschen und holen eine Gasflasche raus“, so Danilo Vincenz (39), der die Strecke gemeinsam mit seiner Kollegin bezwang. „Da drin geht es zu wie in einem Käfig, und es brennt ja auch noch Holz.“ Ohne Atemschutz hätte niemand eine Chance. „Schon beim ersten Atemzug wäre man bewusstlos, beim zweiten dann tot. So gefährlich sind Rauchgase.“

Rundfahrten mit dem Opel

Richtig viele Fahrgäste hatte ein ganz besonderes Gefährt: Manfred Reuter aus Gaschwitz hatte eine Opel-Feuerwehr mitgebracht und fuhr damit vor allem die jüngsten Besucher herum. „Das Auto wird gehegt und gepflegt und pro Jahr rund zehn mal gefahren“, sagte er. Der Oldtimer könne auch für Hochzeiten oder Schulanfänge gemietet werden. „Ans Steuer darf aber niemand anderes, denn hier braucht man richtig viel Verständnis für diese Technik.“

Nachwuchs lässt sich schulen

Paul Weißmann von der Röthaer Jugendfeuerwehr ging zu Boden – aber nur, um die stabile Seitenlage für die Versorgung von Verletzten zu demonstrieren. „Ich beginne jetzt meinen Feuerwehr-Grundlehrgang“, erzählte der 15-Jährige. Fast jedes Wochenende muss er dafür bis Dezember auf der Schulbank sitzen. „Die aktive Wehr ist ja mein Ziel.“ Die Feuerwehr ist für ihn doppelt gut – er verfügt über eine Doppelmitgliedschaft in den Wehren Großdeuben und Rötha.

Erste Hilfe: Florestan Schirbel zeigt am liegenden Paul Weißmann die stabile Seitenlage. Quelle: Bert Endruszeit

Beim Lehrgang wird auch Florestan Schirbel dabei sein. Vieles habe er schon in der Jugendwehr gelernt. Doch nun werde alles viel intensiver behandelt. Aus einer Feuerwehrfamilie kommt er jedoch nicht. „Wenn zu Hause einer von der Feuerwehr erzählt, dann bin ich das immer.“

Malteser präsentieren sich

Auch die Malteser präsentierten sich den Besuchern des Röthaer Feuerwehrfestes. Die in Taucha beheimatete Gruppe wurde erst in diesem Jahr gegründet und hat schon 49 Mitglieder. „Mich hat ein Bekannter gefragt, ob ich mitmachen würde, und ich habe Ja gesagt“, so der 21-Jährige Max Pielok. „Wir haben bei uns zwei Krankentransportwagen für Katastropheneinsätze.“

Ab einem Alter von 18 Jahren könne man als Sanitäter mitmachen. „Wir wollen aber auch noch eine Jugendgruppe gründen, da sind dann auch schon die Achtjährigen willkommen“, betonte Sonja Bartschak. Sie verfügt ebenfalls über eine gar nicht so seltene Doppelmitgliedschaft. „Ich bin bei den Maltesern und bei der Feuerwehr.“

Von Bert Endruszeit

Die seit Ende August vermisste 13-Jährige aus Dahlen scheint nach Angaben der Polizei wohlauf. Nach Polizeiangaben befindet sich das Mädchen jedoch nicht mehr in Deutschland.

07.09.2019

Bei einem Motorradunfall auf der Bundesstraße 2 bei Audigast (Stadt Groitzsch) ist der Fahrer am späteren Freitagnachmittag verletzt worden. Die Feuerwehr band ausgelaufene Betriebsstoffe.

07.09.2019

Pulsierendes Leben gibt es in der Geithainer Altstadt einmal im Jahr: zum Event-Shopping des Gewerbevereins. Mehrere Hundert gut gelaunte Besucher waren am Freitagabend auf Entdeckungen aus.

09.09.2019