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Borna SPD-Frau Petra Köpping schafft Wiedereinzug in den Landtag
Region Borna SPD-Frau Petra Köpping schafft Wiedereinzug in den Landtag
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16:33 02.09.2019
Petra Köpping (SPD), Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, bei der Stimmabgabe in ihrem Wahlkreis. Quelle: Frank Schmidt
Groitzsch/Böhlen

Mit knapp zehn Prozent Vorsprung hat Oliver Fritzsche (CDU) am Sonntag sein Landtagsmandat verteidigt. Er kam im Wahlkreis 24 (Böhlen, Groitzsch, Markkleeberg, Markranstädt, Pegau mit Elstertrebnitz, Zwenkau) auf 33 Prozent der Erststimmen, seine stärkste Konkurrentin Elke Gärtner (AfD) auf 23,3 Prozent. Sie war am Montag nicht erreichbar.

Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping kam mit 16,5 Prozent auf ein für sächsische SPD-Verhältnisse nahezu sensationelles Ergebnis und zieht dank Landesliste wieder in den Landtag ein. Es dürfte nicht nur dem Umstand geschuldet sein, dass die frühere Bornaer Landrätin lange Jahre in Markkleeberg zu Hause war. Die Stadt am Leipziger Stadtrand tickt offenkundig anders als der Rest des Landkreises Leipzig.

Am 1. September wurde in Sachsen ein neuer Landtag gewählt. Diese Kandidaten aus dem Kreis Leipzig haben es als Direktkandidaten oder über die Liste ihrer Partei ins neue Parlament geschafft.

7,4 Prozent für den grünen Hoffnungsträger

Das wird an Tommy Penk deutlich. Der junge Mann, der bei den Landkreis-Grünen als Hoffnungsträger gilt, kam auf 7,4 Prozent der Erststimmen und erreichte damit ein Ergebnis, von dem Grüne auf dem flachen Lande nur träumen können. „Ich bin nicht unzufrieden.“ Genutzt hätten ihm offenkundig seine Jahre in Markkleeberg, wo er auch im Stadtrat saß. „Da habe ich wohl nicht alles falsch gemacht.“ Mittlerweile sitzt Penk in seinem neuen Wohnort Markranstädt im Stadtrat sowie im Kreistag. Sein sonntägliches Wahlergebnis bedeute Rückenwind für seine Arbeit dort.

Jalaß will über Grundsatzfragen reden

Linken-Kandidat René Jalaß blieb mit 8,9 Prozent unter dem Landesdurchschnitt seiner Partei. Es müsse jetzt über Grundsätzliches in der Partei geredet werden. Das gelte auch für den Linken-Kreisverband. Es stelle sich auch die Frage, inwieweit sich der Kreisverband noch eine Geschäftsstelle leisten könne.

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Jonas: FDP ist nicht durchgedrungen

Anja Jonas (FDP) saß bereits von 2009 bis 2014 im Landtag und hatte auf den Wiedereinzug gehofft. Die Frau vom Jahrgang 1973 erreichte 4,7 Prozent. Ihr Enttäuschung war groß. Es sei der FDP nicht gelungen, wirkungsvoll durchzudringen. Es sei aber noch nicht an der Zeit, über mögliche Konsequenzen aus dem Wahlergebnis zu sprechen.

Oehlert: Kommunalpolitisches Engagement war unwichtig

Die Freien Wähler kamen mit ihrer Kandidatin Heike Oehlert auf 6,2 Prozent der Erststimmen. Sie bedauerte, dass mit der AfD-Kandidatin Gärtner eine nahezu Unbekannte so viele Stimmen erhalten habe, während ihr, Oehlerts, kommunalpolitisches Engagement kaum eine Rolle gespielt habe.

Köpping: Enttäuscht, aber nicht entmutigt

Integrationsministerin Köpping erklärte, sie sei über das Landtagswahlergebnis „enttäuscht und traurig, aber nicht entmutigt“. Sie sei in ihrem Wahlkreis sehr aktiv gewesen, „ich wurde jedoch wie – auch die SPD im Land – zwischen CDU und AfD zerrieben“. Viele Wähler hätten der CDU ihre Stimme gegeben, um ein stärkeres Abschneiden der AfD zu verhindern. Einen weiterer Grund für das schwache Abschneiden der SPD sei die Enttäuschung über der Bundespartei. Dazu gehöre auch, „dass noch unklar ist, wer zukünftig die neue Führung in der Bundes-SPD übernehmen wird“, so Köpping weiter.

Fritzsche: Mandat ist ein Auftrag

Wahlkreissieger Oliver Fritzsche sieht in seinem erneuten Landtagsmandat einen Auftrag. Er werde noch mehr unterwegs sein. Was die künftige Regierungsarbeit in Dresden anbelangt, bei der die CDU auch auf die Grünen angewiesen sein dürfte, komme es aauf die handelnden Personen an. „Da geht es auch um ein Stück weit Vertrauen.“ Es müssten gute Kompromisse gesucht werden. Der Kohleausstieg 2038 sei aber verhandelt und nicht mehr aufzuschnüren.

Von Nikos Natsidis

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