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Borna Sana-Klinik Borna baut Stellung in der Region weiter aus
Region Borna Sana-Klinik Borna baut Stellung in der Region weiter aus
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16:00 13.09.2019
Die Sana-Klinik festigt ihre Stellung als überregionales Krankenhaus. Quelle: Julia Tonne
Borna

Eine größere Neonatologie, der Aufbau eines Bildungszentrums, Investition in eine Schmerz-Tagesklinik: Das Sana-Klinikum in Borna baut seine Stellung als überregionales Krankenhaus weiter aus. Erste große Schritte dahingehend sind bereits in diesem Jahr erfolgt, die nächsten schließen sich im kommenden Jahr an.

„Unsere Fallzahlen sind nach wie vor auf einem stabil hohem Niveau“, zieht Martin Jonas, Regionalgeschäftsführer der Sana Kliniken AG für die Region Sachsen eine Zwischenbilanz für dieses Jahr. Das Gleiche gelte für die Geburtenzahlen in Borna. Die Zahl der Entbindungen habe sich im 5. Jahr in Folge bei mehr als 1100 eingependelt, „einige Eltern haben wir allerdings durch die Baustellen rund um Borna nicht für uns gewinnen können“, sagt Jonas.

Dennoch: 2018 habe es 1111 Geburten gegeben, gemeinsam mit dem Standort Elisabethkrankenhaus in Leipzig, mit dem eine Kooperation bestehe, gar 3663. Zudem habe der Kreißsaal der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in diesem Jahr mit Claudia Rößner eine neue Oberärztin bekommen.In die Vergrößerung der Frühchenstation seien 1,3 Millionen Euro geflossen. „Alleine das war ein riesiger Schritt für unser Haus“, macht Jonas deutlich.

Ihre Frühchenstation hat die Sana Klinik Borna vergrößert. Quelle: Ulrike Witt

Pflegepool soll bei Ausfall von Pflegekräften helfen

Ein positive Entwicklung verzeichnet der Geschäftsführer auch bei den Mitarbeiterzahlen. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 waren 1194 Vollzeitkräfte an den Standorten Borna und Zwenkau beschäftigt. Tendenz steigend. Geplant ist der Aufbau eines Pflegepools. Der soll mit sieben Vollzeitkräften besetzt werden, die bei Ausfällen anderer Pflegekräfte durch Urlaub oder Krankheit jeweils im internistischen oder chirurgischen Bereich einspringen können.

Darüber hinaus setzt das Bornaer Klinikum auf die Aus-, Fort- und Weiterbildung im eigenen Haus. Zur Klinik gehören die Medizinische Berufsfachschule und das Bildungszentrum. Am Standort erfolgen die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie verschiedene Fort- und Weiterbildungen. Damit soll eigener Nachwuchs ausgebildet und stärker ans Haus gebunden werden.

Ein Baustein dazu war der Antrag beim sächsischen Staatsministerium für Soziales, die Zahl der Plätze in der Berufsfachschule in der Witznitzer Werkstraße von 75 auf 120 zu erhöhen. Dafür sei unter anderem eine Ausweitung des Mietvertrags für die Räumlichkeiten notwendig. Eine Antwort von Seiten des Ministeriums steht noch aus.

Sana-Klinik gleicht Arbeitsstunden in West und Ost an

„Der Bedarf an Pflegefachkräften ist bundesweit und ganz besonders in kleinen Ortschaften sehr groß. Deswegen sind alle medizinischen Einrichtungen darauf angewiesen, Pflegepersonal aus dem Ausland nach Deutschland zu holen“, so Jonas. Die theoretische Ausbildung werde in der Berufsschule/Bildungszentrum stattfinden. Das Bildungszentrum begleitet und unterstützt die Pflegekräfte vor und nach dem Erhalt der Berufserlaubnis in Deutschland.

Um weiteres Personal zu bekommen und zu halten, hat die Sana-Klinik noch an anderen Stellschrauben gedreht. „Wir werden Vorreiter bei den Kliniken in den neuen Bundesländern sein. Denn zum 1. Januar 2020 wird die wöchentliche Arbeitszeit in Ost und West angeglichen“, erklärt Jonas.

Martin Jonas, Regionalgeschäftsführer der Sana Kliniken bilanziert das vergangene Jahr des Klinikums. Quelle: Andreas Döring

Künftig gelte für Vollzeitbeschäftigte eine Stundenzahl von 38,5 pro Woche, das sei für die Beschäftigen im Osten eine Stunde weniger als bisher. Wer wolle, könne allerdings auch 40 Stunden arbeiten – und bekomme dann zusätzlich 10 freie Tage zu seinem Urlaub von 30 Tagen im Jahr. Wer die 38,5-Stunden-Regelung wähle, bleibe bei 30 Urlaubstagen.

Neue Tagesklinik für Schmerzpatienten öffnet 2020

Um die ländliche Versorgung weiter auszubauen, wurden weitere fünf Facharztsitze verschiedener Fachrichtungen geschaffen. Somit haben die Patienten weiterhin kurze Wege und eine wohnortnahe umfangreiche Versorgung.

Alle Maßnahmen an den Standorten Borna und Zwenkau zielen laut Jonas darauf, „die Sana Kliniken Leipziger Land als modernes und hochleistungsfähiges Klinikum mit zertifizierten Zentren und anerkannten Spezialleistungen weiter zu entwickeln“.

Grundlage dafür blieben kontinuierliche Investitionen in Personal, Medizintechnik und Klinikaus- und -umbau. Dazu gehöre in Borna auch die Schaffung einer Tagesklinik für Schmerzpatienten. Acht Plätze sollen bis zum ersten Quartal 2020 entstehen. Geeignet sei das Angebot für Patienten, bei denen eine ambulante Therapie nicht ausreiche oder ein vielfältiges Behandlungskonzept nötig sei.

Auf personeller Ebene stehen übrigens noch dieses Jahr Veränderungen an. Martin Jonas, der seit 2015 die Aufgabe des Regionalgeschäftsführers Sachsen innerhalb der Sana Kliniken AG innehat und seit 2016 in Personalunion Klinikgeschäftsführer war, wird sich zukünftig ausschließlich der Region widmen. Sein Nachfolger wird für das Bornaer und Zwenkauer Haus zum 1. Oktober Cord Meyer.

Von Julia Tonne

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