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Borna Sana Klinik erhöht in Borna Bettenzahl
Region Borna Sana Klinik erhöht in Borna Bettenzahl
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18:37 16.10.2018
Mit 3-D-Brille operieren: Hochmoderne Kameras übertragen die Aufnahmen in Hochauflösung auf Monitore. Quelle: Robin Kunz
Borna

In der Bornaer Sana Klinik geht es nicht nur jetzt bereits Schlag auf Schlag, was Um- und Neubauten betrifft, sondern auch in den kommenden Monaten. Die Erhöhung der Bettenzahl, der Aufbau einer schmerztherapeutischen Tagesklinik und sogenannte Schlüsselloch-Operationen in den Kliniken für Urologie und Frauenheilkunde stehen auf der Agenda.

3-D-Technik hält Einzug

Während die ersten beiden Vorhaben noch etwas Zeit benötigen, ist die dritte Maßnahme bereits umgesetzt. Neu ist in den Kliniken für Frauenheilkunde und Urologie, dass beide Fachabteilungen auf High-End-Technik setzen und sogenannte Schlüsselloch-Operationen mit Hilfe innovativer 3-D-Laparoskopie anbieten. Die Eingriffe erfolgen endoskopisch, wobei eine 3-D-Kamera die anatomischen Strukturen räumlich so präzise darstellt, dass sich der Operateur auch bei Details optimal orientieren kann.

Schnellere Heilung durch neues 3-D-Verfahren

„Diese Eingriffe sind besonders schonend und führen zu einer deutlich kürzeren Erholungszeit der Patienten“, sagt Dr. Matthias Schulze, verantwortlicher Oberarzt an der Bornaer Klinik für Frauenheilkunde. Weitere Vorteile, so ergänzt Dr. Martin Nikolaus, Oberarzt der Klinik für Urologie, seien der geringere Blutverlust, geringere Schmerzen und eine schnellere Wundheilung.

Allerdings sei das Verfahren für den Operateur handwerklich und technisch deutlich anspruchsvoller als offene Operationen mit Bauchschnitt. Auch angehende Fachärzte sollen während ihrer Ausbildung von dem innovativen System profitieren. Durch die dritte Dimension erlernen junge Operateure auch schwierige Eingriffe schneller und sicherer.

Aus 480 werden 490 Betten in der Bornaer Klinik

Während in dem Bereich also vor wenigen Tagen umgestellt wurde, stehen weitere Entwicklungen im Klinikum in Borna noch aus. Erst kürzlich hatte das Sächsische Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz unter anderem eine Erhöhung der Bettenzahl bewilligt. Zehn Betten mehr werden es zukünftig sein – und damit insgesamt 490. Geschuldet ist das der Tatsache, dass sich mit dem demografischen Wandel der medizinische Versorgungsbedarf ändert. „Wir bemerken seit Längerem, dass mit dem steigenden Alter der Patienten auch die Schwere der Erkrankungen und der Anteil der chronischen und Mehrfacherkrankungen zunimmt“, sagt Martin Jonas, Regionalgeschäftsführer Sachsen der Sana Kliniken AG.

Von Seiten des Ministeriums seien zudem acht Tagesklinikplätze für eine ambulante Schmerztherapie bewilligt worden, wie Jonas ergänzt. Eine sogenannte multimodale Schmerztherapie bietet die Klinik in Borna schon seit einiger Zeit als stationäre Therapie an. Was bedeutet, dass Schmerzmediziner, Physiotherapeuten und Psychotherapeuten eng zusammenarbeiten.

Schmerztherapie künftig ambulant möglich

Im Mittelpunkt stehen laut Jonas tägliche Gruppenbehandlungen mit schmerztherapeutischen, psychologischen, sport-, physio- und ergotherapeutischen Schwerpunkten. Die Zusage des Ministeriums erlaube es nun der Klinik, diesen Therapieansatz auch als ambulante Behandlung anzubieten. Für Dr. Karsten Pracht, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin, bringt das deutliche Vorteile mit sich: „Das Erlernte kann von den Patienten unmittelbar im Alltag ausprobiert werden.“

Veränderungen auch in Zwenkau

Änderungen betreffen auch das Haus der Sana Klinik in Zwenkau. Hier gab es vom Ministerium den Zuschlag für die Gründung eines Altersmedizinischen Zentrums. Ab Januar 2019 darf das Geriatriezentrum Zwenkau offiziell den Titel Altersmedizinisches Zentrum tragen. Die Klinik engagiert sich seit 15 Jahren für eine seniorengerechte Region und stärkt mit dem Geriatrienetzwerk die Zusammenarbeit von stationären und ambulanten Betreuungseinrichtungen, Sanitätshäusern, Apotheken, Kostenträgern und Vertretern der Wohnungswirtschaft aus Leipzig und der Region Leipziger Land.

Von Julia Tonne

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