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Borna Sana Klinik wird für Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgezeichnet
Region Borna Sana Klinik wird für Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgezeichnet
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07:00 14.07.2019
Teilzeit und Kinderbetreuungszuschüsse sind zwei Bausteine für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Sana Klinik. Quelle: Andreas Döring
Borna

Früher nach Hause, weil das Kind erkrankt ist, oder zwei Tage kurzfristig frei machen, weil ein Angehöriger Pflege benötigt? Vielen Arbeitnehmern treiben solche Szenarien die Schweißtropfen auf die Stirn. Im Sana Klinikum Borna und Zwenkau hingegen sehen die Mitarbeiter diesen Ereignissen gelassen entgegen. Denn erst vor wenigen Tagen wurden die Sana Kliniken Leipziger Land durch die gemeinnützige Hertie-Stiftung mit dem Zertifikat „berufundfamilie“ ausgezeichnet.

Für das Unternehmen ist diese Auszeichnung eine Premiere. „Wir haben unter Beweis gestellt, dass wir alles dafür tun, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten“, sagt Personalleiter Nico Horn. Von den einzelnen Bausteinen in den beiden Häusern würden nicht nur Eltern von Kindern profitieren, sondern auch Mitarbeiter, die sich um ihre Eltern oder andere Angehörige kümmern müssen.

Teilzeit und flexible Arbeitszeiten sind zwei Bausteine

Mehrere Möglichkeiten, beides unter einen Hut zu kriegen, haben letztlich zu der Zertifizierung geführt. Ein Puzzleteil ist zum Beispiel die Teilzeit. „Ein Drittel der Belegschaft arbeitet bereits Teilzeit, darunter auch verstärkt Männer“, macht Horn deutlich. Meist würden diese ihre Arbeitszeit auf 80 Prozent reduzieren. Ein weiteres Puzzleteil seien flexible Arbeitszeiten. „Gerade Eltern von Kleinkindern können nicht immer Nachtschichten abdecken. Deshalb sehen wir zu, dass wir – so weit wie möglich – allen Wünschen gerecht werden.“

Nico Horn (2.v.l.) erhält von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (rechts) das Zertifikat. Quelle: privat

Doch die Vereinbarkeit geht im Sana Klinikum noch darüber hinaus. So wurde durch die Zertifizierung auch ausgezeichnet, dass das Unternehmen einen Kinderbetreuungszuschuss von 100 Euro pro Monat zahlt. „Bislang wurde der bewilligt, bis die Kinder drei Jahre alt waren, jetzt zahlen wir den Zuschuss, bis die Kinder in die Schule kommen“, sagt Horn.

Sana Klinik baut Pflegepool mit neuen Mitarbeitern auf

Hinzu komme, dass Sana mit dem PME-Familienservice (pme steht für professionell, menschlich, erfahren) kooperiere, der deutschlandweit Mitarbeiterunterstützung in allen Lebenslagen bietet: von Betreuungslösungen für Kinder und pflegebedürftige Angehörige bis hin zur Krisenberatung und Gesundheitsprävention. Darüber könne laut Horn unter anderem eine kurzfristige Betreuung von Kindern gewährleistet werden, wenn in den Kitas beispielsweise gestreikt werde.

Um auch kurzfristige Ausfälle von Mitarbeitern zu überbrücken, die zum Beispiel einen Angehörigen pflegen müssen, will die Bornaer Klinik bis Ende dieses Jahres einen sogenannten Pflegepool aufbauen. Der soll mit sieben Vollzeitkräften besetzt werden, die bei Ausfällen anderer Pflegekräfte jeweils im internistischen oder chirurgischen Bereich einspringen können. „Das wird eine zusätzliche Mannschaft“, bringt es Horn auf den Punkt. Gesucht würden dafür Gesundheits- und Krankenpfleger. Gut geeignet sei die Anstellung in dem Pflegepool unter anderem für Berufseinsteiger. Für Ärzte hingegen sei ein solcher Pool nur schwer umsetzbar, „dafür sind unsere Ärzte zu sehr spezialisiert“, fügt Horn hinzu.

Mitarbeiter sollen langfristig ans Unternehmen gebunden werden

Eines macht der Personalleiter deutlich: Das Bewusstsein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müsse auf vielen Ebenen noch wachsen. Und die Führungsebene müsse für das Thema weiter sensibilisiert werden. Denn die Zertifizierung und die dafür notwendigen Maßnahmen innerhalb der Kliniken bringen vor allem den Vorteil mit sich, Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen zu binden.

Von Julia Tonne

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