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Borna Sanierung der Marienbrücke in Groitzsch wird teurer als angenommen
Region Borna Sanierung der Marienbrücke in Groitzsch wird teurer als angenommen
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12:24 18.05.2016
Die Sanierung der Groitzscher Marienbrücke ist fast abgeschlossen, kostet aber rund 100 000 Euro mehr. Grund dafür ist, dass sich die Natursteine fast durchgängig gelockert hatten.
Die Sanierung der Groitzscher Marienbrücke ist fast abgeschlossen, kostet aber rund 100 000 Euro mehr. Grund dafür ist, dass sich die Natursteine fast durchgängig gelockert hatten. Quelle: Julia Tonne
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Groitzsch

Nun wird die Sanierung der Groitzscher Marienbrücke doch teurer als bislang angenommen und kalkuliert. In den vergangenen Wochen kamen einige Überraschungen zum Vorschein, die vorab nicht erkennbar waren. Erst im Februar war die Stadtverwaltung noch der guten Hoffnung, dass die Kosten sinken könnten. Immerhin tauchten bei den ersten Arbeiten Stahlbetonbalken auf, von denen niemand etwas geahnt hatte, die aber ohnehin verbaut worden wären, um die Stabilität der Brücke zu gewährleisten. Doch nun machen die Natursteinwände diese Hoffnungen zunichte.

„Sie waren fast durchgängig locker und müssen erst wieder neu aufgebaut werden“, erklärt Bauamtsleiter Dirk Schmidt. Nach und nach sei deutlich geworden, dass die Brücke beim Hochwasser vor mittlerweile drei Jahren doch mehr Schäden davongetragen hätte, als ursprünglich angenommen. Bisher waren die Planungen von Kosten in Höhe von rund 250 000 Euro ausgegangen. Nach neuesten Rechnungen könnte sich die Summe jetzt um rund 100 000 Euro erhöhen.

Erst im Februar hatte sich Schmidt über die Stahlbetonbalken gefreut, „mal eine gute Nachricht, dass die Kosten sinken könnten“. Nun kommt genau das, was ihn sonst meist erwartet: unliebsame Überraschungen, die genau das Gegenteil bewirken. Das ist für ihn auch dann ärgerlich, wenn die Sanierung vollständig aus dem Fördertopf für die Beseitigung der Hochwasserschäden finanziert wird. Doch trotz aller Widrigkeiten, erfolgt die Verkehrsfreigabe für die Brücke am 15. Juni. Danach sollen noch einige Restarbeiten erledigt werden, unter anderem das Anbringen des Geländers.

Ist das Bauwerk fertig, könnte es danach gleich mit Brückensanierungen weitergehen. Auf der Agenda stehen bei der Stadt noch die zwei Schwennigkenbrücken in Kleinprießligk und die Bauten über die Schnauder in Brösen. Geplant sind in allen drei Fällen Ersatzneubauten, die Planungen haben bereits begonnen. Schmidt geht davon aus, dass die Arbeiten an allen Standorten in diesem Jahr beginnen.

Deutlich früher wird hingegen die Verbindungsstraße in Löbnitz-Bennewitz zur Straße durch die Aue fertig. Hier ist in den vergangenen Tagen auf einer Länge von etwa 480 Metern eine neue Asphaltdecke aufgetragen worden. Die Strecke war ebenfalls stark vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen worden, „das Wasser hatte die Betonplatten hochgedrückt und verschoben“, sagt Schmidt. Das Geld in Höhe von rund 100 000 Euro für diese Maßnahme kommt aus dem gleichen Fördermitteltopf wie für die Marienbrücke. Ab Freitag soll hier der Verkehr wieder rollen.

Von Julia Tonne