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Borna Schlossteich Rötha wird zum grünen Teppich
Region Borna Schlossteich Rötha wird zum grünen Teppich
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18:00 10.08.2018
Die Hitze macht sich auch im Schlossteich in Rötha bemerkbar: der Algenwuchs ist immens. Quelle: privat
Rötha

Trotz der Regenschauer ist von Wasser kaum etwas zu sehen. Vielmehr passt sich der Schlossteich in Rötha derzeit optisch an die grünen Wiesen ringsum an – wegen des immensen Algenwachstums. Für einige Röthaer ein „desaströser Allgemeinzustand“, an dem sich wohl ohne Hilfe für das Gewässer nichts ändern werde. Ein Anwohner fordert Abhilfe in Form von ausreichend Wasserzufluss aus der Kleinen Pleiße.

Zufluss Pleiße auch voller Algen

Auch für Röthas Bürgermeister Stephan Eichhorn ist der jetzige Zustand des Teiches alles andere als schön – aber leider nicht zu vermeiden. Er begründet das damit, dass auch der den Teich speisende Fluss voller Algen sei. „Der Schlossteich bezieht sein Wasser aus der Kleinen Pleiße, aber hier sieht es nicht anders aus als in anderen Gewässern des Landkreises“, macht er deutlich.

Die anhaltende Hitze begünstige das Wachstum von Blaualgen. Das Wasser aus der Kleinen Pleiße gelange am Trachenauer Wehr in den Röthaer Stausee und von dort aus in den Schlossteich. Und gerade im Stausee habe das Algenwachstum eine bedrohliche Dimension erreicht. Vor wenigen Tagen erst hatte die Landestalsperrenverwaltung darauf hingewiesen.

Fischsterben droht

Laut Eichhorn habe es in den vergangenen Wochen immer wieder Gespräche mit dem Anglerverein und der Landestalsperrenverwaltung gegeben, welche Möglichkeiten bestehen, um den Teich wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. „Allerdings haben wir lediglich die sprichwörtliche Wahl zwischen Pest und Cholera“, betont der Rathauschef. Entweder der Teich werde mit dem Algenwasser der Kleinen Pleiße aufgefüllt oder der Wasserstand sinke noch weiter ab. Der Effekt sei bei beiden Varianten der gleiche: Die Fische sterben ab. Denn mit dem vermehrten Wachstum und späteren Absterben der Algen gehe wiederum ein deutlicher Sauerstoffentzug des Wassers einher.

Anders als Name und Aussehen vermuten lassen, handelt es sich bei Blaualgen übrigens nicht um Algen, sondern um Bakterien ohne Zellkern. Auch ihre Farbe kann je nach Art schwanken, oft erscheinen sie nicht blau, sondern grün.

Von Julia Tonne

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