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Borna Sozialkaufhaus zieht in der Stadt um
Region Borna Sozialkaufhaus zieht in der Stadt um
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05:06 05.09.2018
Das Sozialkaufhaus in der Raupenhainer Straße in Borna zieht um. Illona Voigt arbeitet hier seit drei Jahren ehrenamtlich. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Das Sozialkaufhaus der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiative Leipzig (ESI) in der Raupenhainer Straße in Borna schließt seine Pforten. Allerdings nur vorübergehend, wie ESI-Geschäftsführer Wolfgang Osterkamp betont. Das Sozialkaufhaus zieht um, weil das bisherige Domizil abgerissen wird. Künftig befindet es sich in der Deutzener Straße.

Bedarf an preisgünstigen Möbeln steigt

An eine Schließung der Einrichtung, die es seit einem halben Jahrzehnt gibt, sei aber niemals gedacht worden, macht Osterkamp klar. Schon allein deshalb nicht, weil der Bedarf, etwa an preisgünstigen Möbeln, steigt. „Wir machen mittlerweile zwischen 5000 und 7000 Euro Umsatz im Monat“, sagt Osterkamp. Das sei durchaus ein Indiz dafür, dass die Zahl der Leute steige, die sich etwa neue Möbel aus gängigen Märkten nicht mehr leisten können.

Zum Angebot des Sozialkaufhauses gehören Kühlschränke und Waschmaschinen ebenso wie Stühle oder Tische. Ein komplettes Schlafzimmer, so der ESI-Geschäftsführer weiter, könne 200, 300 Euro kosten, eine Tasse oder auch ein einzelnes Glas 50 Cent. Auch Kleidung gehört zum Angebot.

Mitarbeiter nehmen Angebote in Augenschein

Osterkamp legt Wert auf die Feststellung, dass die angebotenen Waren selbstverständlich in Ordnung sind. Wer Möbel anbietet, zu dem kommen die Mitarbeiter ins Haus und nehmen die Offerten in Augenschein und prüfen, inwieweit sie auch verwertbar, sprich weiter zu verkaufen sind. Es handle es sich bei den Möbeln, die am Ende im Bornaer Sozialkaufhaus zu haben sind, keineswegs um gehobenen Sperrmüll. Wer seine Möbel anbiete, habe sich meist etwas Neues angeschafft, etwa ein Sofa, so dass das alte Stück, das durchaus noch in Ordnung ist, weg muss. Der Abtransport erfolgt kostenlos.

Kunden sind Leistungsempfänger

Die drei Festangestellten sowie sechs Ehrenamtlichen haben jedenfalls gut zu tun. Osterkamp: „Wir sind täglich zu Kunden unterwegs.“ In Borna ebenso wie im gesamten Landkreis und in der Stadt Leipzig.

Das Sozialkaufhaus in Borna muss wegen Abriss umziehen. Quelle: Jens Paul Taubert

Verkauft werden die Waren im Sozialkaufhaus, so wie es Sinn der Sache ist, selbstredend nicht an jedermann. Potenzielle Kunden sind Leistungsempfänger, also Leute, die von Hartz IV leben, oder Menschen mit einem Einkommen unterhalb der monatlichen Einkommenspfändungsgrenze. „Das sind etwa 1100 Euro“, erläutert der ESI-Geschäftsführer. Dennoch müssen sich Kunden des Sozialkaufhauses nicht völlig entblößen, um ihre Bedürftigkeit und damit Berechtigung nachzuweisen. „Sie müssen uns lediglich mit Namen und Adresse bestätigen, dass sie zum berechtigten Empfängerkreis gehören.“ Das sei wichtig fürs Finanzamt, so Osterkamp.

Eröffnung im November in der Raupenhainer Straße

Daran wird die ESI auch festhalten, wenn das Sozialkaufhaus an seinem neuen Standort in der Deutzener Straße angekommen ist. Dort soll am 1. November geöffnet werden. In der Raupenhainer Straße ist am 14. September Schluss. Anschließend werden die Waren an verschiedenen Orten zwischengelagert.

Von Nikos Natsidis

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