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Borna Stadtführung zu sozialistischen Denkmälern in Borna
Region Borna Stadtführung zu sozialistischen Denkmälern in Borna
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13:00 27.08.2019
DDR-Kunst im öffentlichen Raum. Hier „Bergmann und Zwiebelfrau“ am Breiten Teich in Borna. Quelle: Andreas Döring
Borna

Sie sind noch da in Borna, die Denkmäler aus vergangenen Zeiten. Speziell die aus Zeiten des Sozialismus. Auch drei Jahrzehnte nach Wende und Mauerfall lassen sie sich in Borna noch finden. Die Kunstwerke stehen im Mittelpunkt einer Stadtführung des Bornaer Museums am 8. September.

Bergmann und Zwiebelfrau am Breiten Teich in Borna

Zu den bekanntesten Denkmälern aus DDR-Zeiten in Borna dürften Bergmann und Zwiebelfrau gehören, die am Breiten Teich zu finden sind, so Museumsmitarbeiter Thomas Bergner. Oder die „Mode im Wandel der Zeiten“ von Astrid Danegger – Keramikplatten an der Sachsenallee am Parkplatz des Edeka-Marktes, für deren Rettung sich bekanntlich der Heimatverein des Bornaer Landes und der Geschichtsverein stark machen.

Denkmal auf dem Karl-Marx-Platz in Borna

Es liegt allerdings in der Natur der Sache, dass auch Denkmäler verschwunden sind. Etwa die drei Stelen, die zu DDR-Zeiten auf dem damaligen Karl-Marx-Platz, dem Markt, standen und die den sperrigen Namen „Zur Entwicklung und Struktur der Stadt und des Kreises Borna“ trugen. „Das liegt in unserem Depot“, so Bergner.

Das Kunstwerk stammt von Hans-Joachim Förster, der im Auftrag der Stadt eine ganze Reihe von Kunstwerken beziehungsweise Denkmälern schuf. Dazu gehört auch eine Karl-Marx-Büste, die auf dem Schulhof der damaligen Karl-Marx-Schule stand, die heutige Grundschule West. Der „Nischel“ gehört ebenso zum Bestand des Museums.

Die Karl-Marx-Büste von Hans-Joachim Förster, die zu DDR-Zeiten in der heutigen Grundschule Borna-West stand. Quelle: Thomas Bergner

„Graureier“ ist verschollen

Verschwunden sind dagegen weitere Arbeiten von Hans-Joachim Förster. Konkret der „Kaukasische Steinbock“, der 1980 auf den Platz des Bergmanns kam und später vor der alten Kaufhalle in Borna-Nord stand. Wo er sich jetzt befindet, weiß niemand im Museum. Das gilt auch für die Plastik mit dem Namen „Graureier“, die 1981 fertiggestellt wurde.

Sozialistisches Wandgemälde An der Wyhra

Zu finden ist dagegen noch das Denkmal der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft. Es befindet sich ebenfalls am Breiten Teich – zwischen Teichgymnasium und Volksplatz. Und am Schwarzen Netto, so der Fachmann vom Museum weiter, ist noch immer ein sterbender Sowjetsoldat zu sehen. In der Stadtverwaltung An der Wyhra, zu DDR-Zeiten ein Kindergarten, gibt es noch ein Wandgemälde aus der Zeit vor 1989.

Rundgang durch Borna am 8. September

Die zahlreichen Zeugen der sozialistischen Vergangenheit stehen im Zentrum der Stadtführung am Tag des offenen Denkmals. Der Rundgang mit der Museologin Almuth Zimmermann beginnt 14 Uhr am Museum.

Von Nikos Natsidis

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