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Borna Strategie der Ortsteil-Liste geht in Rötha auf
Region Borna Strategie der Ortsteil-Liste geht in Rötha auf
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17:00 27.05.2019
Die Wähler haben den Kandidaten für den neuen Stadtrat eine Brücke gebaut. Jetzt muss das neue Parlament mit kluger Politik überzeugen. Quelle: Jens Paul Taubert
Rötha

In Rötha haben die Wähler für einen weitgehend ausgeglichen besetzten neuen Stadtrat gesorgt. Großer Verlierer ist die CDU, deren Fraktion von neun auf drei Mandate schrumpft. Orts-CDU-Chef Uwe Wellmann ist deswegen „nicht zufrieden, aber auch nicht todunglücklich“, wie er der LVZ sagt. „Durch den Zusammenschluss mit Espenhain und durch zwei Wählervereinigungen ist die Konkurrenz größer geworden.“

Röthaer Land setzt auf Wir-Gefühl

Einziger Ausreißer ist nach der Wahl die Wählervereinigung „Röthaer Land“. Die hat mit ihrer Strategie, die Interessen der Ortsteile zu bündeln, erfolgreich ein Viertel aller Stimmen abgeholt und bekommt als einzige Liste fünf Sitze. „Wir sind sehr froh über die fünf Mandate“, sagt Pascal Nemeth, der sich freut, dass die „Ausrichtung auf Bürgernähe und ein Wir-Gefühl funktioniert hat.“

Der Stadtrat in Rötha

Röthaer Land – 5 Sitze:

Pascal Németh, 375 Stimmen

Heiko Anger, 360

Martin Zimmerling, 287

Brigitte Engelmann, 212

Jens Dittrich, 170

CDU – 3 Sitze:

Uwe Wellmann, 493 Stimmen

Kerstin Hartmann, 144

Klaus Schömann, 131

SPD – 3 Sitze:

Doreen Haym, 711 Stimmen

Ursula Reich, 328

Hans-Joachim Keil, 235

Die Linke – 2 Sitze:

Peter Petters, 425 Stimmen

Maximilian Anger, 172

AfD – 2 Sitze:

Jörg Dornau, 637 Stimmen

Torsten Klemmer, 463

Initiative für Rötha – 3 Sitze:

Timo Müller, 631 Stimmen

Konrad Ackermann, 253

Hendrik Reichel, 228

AfD und Initiative für Rötha erstmals im Stadtrat

So wie die AfD auf Anhieb zwei Sitze gewonnen hat, ist auch der neuen Wählervereinigung „Initiative für Rötha“ der Einzug in den Stadtrat gelungen, und zwar noch vor der Alternative, die in der Gartenstadt nur auf Platz fünf von sechs Listen kommt.

Timo Müller und Hendrik Reichel saßen beide bisher für die Linken im Stadtrat, Konrad Ackermann für die CDU. Demnächst bilden die von der neuen Liste „Initiative für Rötha“ ihre eigene Fraktion. Das dürfte mit ein Grund dafür sein, dass auch die Linken prozentual einbüßten und nur noch auf zwei Sitze im Stadtrat kommen.

Bewerberin um Chefposten in Rötha mit meisten Stimmen

Die meisten Stimmen konnte mit 711 gültigen Kreuzen Doreen Haym, die Spitzenkandidatin der SPD, für sich verbuchen. Sie war 2015 Mitbewerberin um das Amt des Röthaer Bürgermeisters. Nach Prozenten legt die SPD in Rötha sogar zu und schafft Platz zwei hinter „Röthaer Land“. Wie CDU und Initiative für Rötha kommt sie auf drei Sitze, genau so viele, wie sie bisher hatte.

Für Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) ist die Zusammensetzung des neuen Stadtrates „eine Herausforderung und eine Chance zugleich“, sagt er der LVZ. „Das Ergebnis ist zu akzeptieren.“

Von André Neumann

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