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Borna Tagespflege in Borna weitet Angebote für Pflegebedürftige aus
Region Borna Tagespflege in Borna weitet Angebote für Pflegebedürftige aus
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14:27 10.09.2019
Das Damenquartett trifft sich regelmäßig zum Spielenachmittag. Die Tagespflegemitarbeiterinnen Antonia Scholz und Monika Janotte sind mit dabei. Quelle: Julia Tonne
Borna

Heike Jegust kommt nie alleine, stattdessen hat sie immer drei weitere Damen im Schlepptau. Anlaufstelle für das Quartett ist die Tagespflege der Diakonie Leipziger Land, die seit einem Jahr in der Oststraße 1 in Borna existiert. Bei Kaffee, zuweilen auch Sekt und „Eierlikörchen“ spielen die vier mehrere Runden „Mensch, ärgere dich nicht“ am Stück, schwatzen und genießen die Zeit zusammen. „Wir haben hier immer Gesellschaft, essen gemeinsam Mittag und feiern, wenn es was zu feiern gibt“, erzählt Jegust, die seit einem Jahr Stammgast der Tagespflege ist.

Vor wenigen Tagen hatte die Diakonie Besucher eingeladen, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen und sich über die Angebote zu informieren. Etliche Bornaer nahmen das Angebot an, so wie Margot Körner. Sie lebt allein in Borna, sucht aber Anschluss und Gesellschaft. „Ich glaube, ich würde mich hier wohl fühlen“, stellte sie beim Tag der offenen Tür fest.

Fünf Mitarbeiter der Tagespflege nehmen sich viel Zeit

Zumal sich die fünf Mitarbeiter der Tagespflege viel Zeit nahmen, um alles zu zeigen und vom Alltag zu erzählen. „Die Tagespflege kann Angehörige entlasten und allein lebenden Menschen eine Anlaufstelle bieten“, macht Leiterin Cathrin Opitz deutlich. Um einen Platz zu bekommen, sei Pflegegrad 2 recht günstig. Die Tagespflege sei nicht ausschließlich für Demenzerkrankte gedacht.

16 Plätze hat die Tagespflege, und noch gibt es freie Kapazitäten, denn nicht jeder kommt an fünf Tagen in der Woche. „Manche sind einen Tag da, andere zwei“, sagt Opitz. Ein Taxiunternehmen hole und bringe die Tagesgäste. Zu bieten hat die Tagespflege – übrigens die erste der Diakonie Leipziger Land – Freizeit- und Ruheräume, ein großes Bad, eine Küche, wo gebacken und gekocht werden kann. Zudem gibt es Gymnastik, Gesprächsrunden, kreative Angebote und Ausflüge.

Cathrin Opitz (2.v.l.) und Petra Hoppe (2.v.r.) beraten und helfen. Quelle: Julia Tonne

Im vergangenen Jahr hatte die Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS) die Sanierung des Blocks in der Oststraße abgeschlossen und neben 38 Wohnungen – die alle vermietet sind – auch die Räume für die Diakonie geschaffen. „Denn der Bedarf ist da“, betont Opitz.

Neuestes Angebot der Tagespflege ist eine so genannte Pflegesiesta. Pflegende Angehörige sind eingeladen, sich hier eine kleine Auszeit zu nehmen und mit Petra Hoppe ins Gespräch zu kommen. Sie kommt jeden ersten Donnerstag vom Kompetenzzentrum der Diakonie nach Borna, um rund um das Thema Pflege zu beraten.

„Die Nachfrage nach Beratung und Informationen ist groß“, begründet Hoppe das neue Angebot. Viele Angehörige würden nicht nur vor der Herausforderung stehen, sich um den Partner oder die Eltern kümmern zu müssen, sondern sich auch durch das Dickicht der Informationen und Anträge zu kämpfen.

Pflegesiesta für Menschen, die Angehörige pflegen

Nutzen können die Pflegesiesta auch Menschen, die keinen Angehörigen in der Bornaer Tagespflege betreuen lassen. „Manchmal ist es schon hilfreich zu sehen, dass es auch anderen so geht“, sagt Hoppe. Wer einen Angehörigen betreuen müsse, könne diesen zur Pflegesiesta mitbringen. Nächste Termine sind der 7. November und der 5. Dezember jeweils 13 bis 15 Uhr.

Im September startet zudem in den Räumlichkeiten der Tagespflege ein Basispflegekurs. Hoppe bietet diesen gemeinsam mit einer Kollegin an. Darüber hinaus hilft sie bei der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase und bespricht mit Menschen, die im Pflegeheim leben, unter anderem, ob lebenserhaltende Maßnahmen abgelehnt werden oder letzte Wünsche realisiert werden können.

Von Julia Tonne

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