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Borna Turnhalle Kleinprießligk: Neue Planung nötig
Region Borna Turnhalle Kleinprießligk: Neue Planung nötig
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18:00 23.01.2019
Die Stadt Groitzsch will die Turnhalle (im Hintergrund) und den Sportplatz in Kleinprießligk sanieren. Bei der Sportwoche von „Hausherr“ SV Germania Auligk zum Sommeranfang wird hier regelmäßig eine Kindergarten-Mini-WM im Fußball ausgetragen. Quelle: Mathias Bierende
Groitzsch/Auligk

Ein Bauantrag wurde von der Groitzscher Stadtverwaltung zwar schon eingereicht. Doch das kommunale Projekt für den Umbau der Turnhalle in Kleinprießligk muss noch einmal umgeplant werden. Damit wird sich beim SV Germania Auligk, dessen Heimstatt das Gebäude und der angrenzende Sportplatz sind, die Hoffnung für den Sommeranfang nicht erfüllen. Die Mitglieder hätten ihre Feierlichkeiten zum 120-jährigen Bestehen des organisierten Sports im Dorf gern auf einer sanierten Anlage durchgeführt.

Turnhalle fast so alt wie 120-jähriger Verein

Die Turnhalle ist nur wenig jünger als der Verein, sie war in den 1920er-/1930er-Jahren gebaut worden. Ende der 1980er-Jahre war dann ein Anbau für die Vereinsarbeit hinzugekommen, der 1991 in die Sportgaststätte mit Küche umgewandelt worden war. Inzwischen aber steht er schon lange leer. Die Vorplanung, für die bereits vor zweieinhalb Jahren erste Ideen aufgestellt worden waren, hatte hier die Schaffung von neuen Umkleidebereichen vorgesehen.

Kreisliga A West: Hier spielte der SV Germania Auligk (schwarz) gegen den TUS Pegau (blau). Quelle: Andreas Döring

Neue Planung mit Verein abstimmen

Allerdings befindet sich ein Teil des Anbaus auf Privatgelände, und der Eigentümer hat dem Vorhaben nicht zugestimmt, sagt Bürgermeister Maik Kunze (CDU). „Deshalb werden wir uns komplett auf kommunale Flächen zurückziehen“, gibt er als Marschroute vor. Dazu sind neue Abstimmungen zwischen Rathaus, Verein und Planer erforderlich. Diese sollen in den nächsten Wochen erfolgen.

Wesentlich höhere Kosten erwartet

Jedoch erst mit dem fertigen Projekt und der Baugenehmigung kann die Stadtverwaltung, wie Bauamtsleiter Dirk Schmidt bereits vor einem Jahr angekündigt hatte, Gelder aus dem europäischen Förderprogramm Leader beantragen. Mit diesem sollen speziell ländliche Regionen unterstützt werden. Vor zwölf Monaten war nach einer frühen Schätzung mit Kosten von 100.000 bis 130.000 Euro gerechnet worden.

Im ersten Entwurf für den Doppelhaushalt 2019/2020 ist die Summe von 375.000 Euro verzeichnet, die laut diesem Dokument je zur Hälfte für Turnhalle und Sportplatz eingesetzt werden soll. Gegengerechnet werden dabei insgesamt 300.000 Euro Förderung.

Umbau in Kleinprießligk erst 2020

Bürgermeister Kunze geht freilich davon aus, dass die angenommenen Ausgaben „wohl nicht reichen“ werden. Kannte doch in letzter Zeit die Baupreisentwicklung nur eine Richtung – nach oben. Zudem werde das Vorhaben „sicherlich nicht zügig“ umgesetzt werden können. Der nächste Leader-Aufruf ist abzuwarten, dann muss der Koordinierungsausschuss zustimmen, ehe der eigentlichen Bewilligung noch eine (längere) Überprüfung im Landratsamt vorausgeht. Da wird sicherlich frühestens 2020 gebaut, blickt Kunze voraus.

Von Olaf Krenz

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