Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Verein Dokmitt sucht nach Geschäftsstelle – Luedtke hätte ihn gern in Borna
Region Borna Verein Dokmitt sucht nach Geschäftsstelle – Luedtke hätte ihn gern in Borna
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:00 05.03.2018
Walter Christian Steinbach ist Vorsitzender des Vereins Dokmitt.
Walter Christian Steinbach ist Vorsitzender des Vereins Dokmitt. Quelle: Andre Kempner
Anzeige
Borna

Die Suche läuft. Schließlich benötigt der Förderverein zum Aufbau des Dokumentationszentrums Industriekulturlandschaft Mitteldeutschland (Dokmitt) eine Geschäftsstelle. „Eine Priorisierung haben wir in dieser Hinsicht aber nicht“, sagt Walter Christian Steinbach (CDU).

Der langjährige Leipziger Regierungspräsident ist Vorsitzender des Vereins, der im Jahr 2015 zur Aufarbeitung und Präsentation der Veränderungen in der mitteldeutschen Industrielandschaft gegründet wurde.

Verein einst in Borna gegründet

Gegründet wurde Dokmitt seinerzeit in Borna, weshalb die Frage nach der Stadt als möglichem Standort der Vereinsgeschäftsstelle naheliegt. Steinbach hält sich diesbezüglich aber bedeckt. Nicht nur, weil das auch eine Frage des Geldes ist. „Wir müssen schauen, wo es passende Bedingungen gibt.“ Es sollte sich also um eine Örtlichkeit handeln, die zentral liegt und gut erreichbar ist.

Das aktuelle Angebot in Borna ist allerdings eher überschaubar, erklärt die Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Immerhin habe die Stadt Räume in der Schulstraße angeboten, im Vereinshaus, in dem etwa die Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiative Leipzig mit ihrem Bürgertreff residiert. Das aber habe Dokmitt abgelehnt.

OBM: Hätten den Verein schon gerne bei uns

Zudem sei das Fraktionszimmer im Goldenen Stern nutzbar. „Mehr Möglichkeiten hat Borna nicht.“ Immerhin, so Luedtke, sei Borna als einzige Kommune Mitglied bei Dokmitt. „Deshalb hätten wir den Verein schon gerne bei uns.“

Dokmitt hat aber mittlerweile eine Verankerung in der Kreisstadt. In der Brauhausstraße arbeiten Ariane Zabel und Ines Rost vom Zeitzeugen-Projekt von Dokmitt, innerhalb dessen Zeitzeugen mit den Methoden der so genannten Oral History, der mündlich erzählten Geschichte, über das Ende des Bergbaus in und um Borna befragt werden.

Von Nikos Natsidis