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Borna Verein lädt zu Braunkohle-Debatte nach Borna
Region Borna Verein lädt zu Braunkohle-Debatte nach Borna
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14:30 17.06.2019
Blick auf das Kraftwerk Lippendorf: Die Veranstaltungsreihe „Braunkohle in der Region: gestern – heute – morgen“ wirft einen nicht-staatlichen Blick auf das Thema Braunkohle in der Region. Quelle: Armin Kühne
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Borna

Vom großen Strukturwandel ist derzeit fast ständig die Rede. Das Ende für den Abbau des hiesigen wertvollsten Bodenschatzes ist wohl eingeläutet worden. In die aktuellen Debatten zu den Veränderungen bringt sich der Verein Konzeptwerk Neue Ökonomie aus Leipzig mit der achtteiligen Veranstaltungsreihe „Braunkohle in der Region: gestern – heute – morgen“ ein. Die macht am Dienstag im Borna Station. Im „Goldenen Stern“ heißt es ab 19 Uhr konkret „Das Leipziger Braunkohlerevier zu Wendezeiten“.

Nach dem Blick Mitte Mai in Böhlen aufs Revier zu DDR-Zeiten geht es diesmal um den Widerstand in den Jahren um 1990. Den Grundstein hatten in den 80ern einige Frauen und Männer gelegt, die sich gegen die Umweltbelastung der Braunkohleindustrie organisiert hatten, heißt es in der Ankündigung.

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Schließlich kam es in den letzten Monaten der DDR zur größten Umwelt-Demonstration des Landes, als rund 10.000 Menschen am Rande des Tagebaus Cospuden gegen dessen Vergrößerung, die Zerstörung weiterer Dörfer und die Umweltschäden protestierten.

Sternmarschs „Stop Cospuden 90“

Die Zeitzeugen Thomas Thiel und Wolfram Herwig, die zu den Aktiven des Sternmarschs „Stop Cospuden 90“ gehörten, berichten in Borna von den Schwierigkeiten und Erfolgen des Widerstands. Was daraus für heute gelernt werden kann, ist eine der Fragen, denen die Moderatoren Josephine Kellert und Felix Wittmann nachgehen wollen. Dazu laden sie Menschen, deren Leben von der Braunkohle geprägt wurde, aber auch nicht Betroffene ein.

Das Konzeptwerk Neue Ökonomie ist nach eigener Aussage ein gemeinnütziger Verein, der sich für eine neue Wirtschaft einsetzt, die ökologisch und sozial ist. Er sieht sich als Teil einer Bewegung, die viele Wege für Alternativen zum kapitalistischen Wirtschaften sucht. In der Braunkohle-Reihe entwickelt er die Themen von den Umsiedlungserfahrungen der Vergangenheit über die Gegenwart zu einer globalen Perspektive. Schließlich soll es um die Herausforderungen eines sozialen, ökologischen und demokratischen Strukturwandels gehen.

Weitere Termine: 6. August, 19 Uhr, Sportlerheim Groitzsch, „Umsiedlungsgeschichten hier und anderswo“; 8. August, 19 Uhr, Bürgerbegegnungszentrum Neukieritzsch, „Alle Dörfer bleiben – weltweit: von aktuellen Widerstandsgeschichten“; 24. Oktober, 19 Uhr, Kulturhaus Großstolpen, und 26. November, 19 Uhr, Rathaus Pegau, „Strukturwandel in der Region“.

Von okz

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