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Borna Verfolgungsjagd auf 20 Kilometern in Borna
Region Borna Verfolgungsjagd auf 20 Kilometern in Borna
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16:30 22.11.2018
In Borna versuchte ein Kupferdieb der Polizei mit Tempo 140 zu entwischen. Quelle: dpa-Zentralbild
Borna

Wilde Verfolgungsjagd in Borna: Gleich zwei Streifenwagen waren nötig, um einen Buntmetalldieb am Mittwochabend zu stellen. Mit zwischenzeitlich 140 km/h und rund 30 Metern Kupferkabel auf seinem Anhänger, versuchte der Täter der Polizei in seinem VW Passat zu entkommen.

Beamte waren auf das silberfarbene Auto aufmerksam geworden, als sie im Zuge einer Streifenfahrt das Gelände der Baustelle am Wilhelmsschacht und den zugehörigen Lagerplatz prüften. Auf einmal sprintete ein Mann zum Fahrzeug und fuhr mit heulendem Motor und ohne Licht davon; die Polizisten nahmen augenblicklich die Verfolgung auf. Als sie ihn mithilfe des Anhaltesignals zum Stoppen bringen wollten, drückte der Mann erst recht aufs Gaspedal – sein Anhänger geriet daraufhin gefährlich ins Schlingern.

Anhänger droht mehrfach umzukippen

Der Dieb flüchtete über die B 93 in Richtung Altenburg, änderte nach mehrmaligem Abbiegen jedoch wieder seinen Kurs, fuhr zurück nach Borna und schließlich über die B 176 weiter gen Zwenkau. Zwischenzeitlich fegte er mit 140 km/h durch Borna. Richtig gefährlich wurde es dann in Lobstädt, als der Fahrer eine rote Ampel missachtete und viel Glück hatte, dass die anderen Fahrzeuge wohl aufgrund des nahenden Blaulichts stehengeblieben waren.

Auf dem weiteren Weg in Richtung Neukieritzsch geriet der Anhänger noch stärker als zuvor ins Wanken – trotz Fahrbahnschäden donnerte der Flüchtende weiterhin mit 140 Sachen über die Straße. Kurz vor Neukieritzsch wurden mehrere Pkw unter Missachtung des Gegenverkehrs überholt, am Ortsausgang passierte der Passat zwei Lkw trotz nicht einzusehender Linkskurve. Aufgrund des halsbrecherischen Tempos mussten entgegenkommende Fahrer bis zum Stillstand abbremsen, um einem Unfall zu entgehen.

Verfolgungsjagd endet an der Abfahrt Rötha

Die Route führte weiter auf die S 71 in Richtung Lippendorf – hier raste der Täter unter anderem durch eine Straßenbaustelle mit 130 km/h statt der geforderten 30 km/h. Schließlich schlug er den Weg in Richtung Leipzig ein. Obwohl die aktuelle Baustellensituation (Anschlussarbeiten der BAB 72) bedingt, auf die zwischenzeitlich erreichte B 95 nur in Richtung Borna auffahren zu können, überholte der Flüchtende einige Fahrzeuge und bog als Geisterfahrer ab. Nach Angaben der Polizei hing ein Unfall zu diesem Zeitpunkt nur vom Zufall ab: Selbst im einspurigen Bereich umfuhr der Täter noch andere Fahrzeuge.

Nach etwa einem Kilometer fuhr er plötzlich nach links, wendete auf dem abseits gelegenen Baustellengelände und befuhr die B 2 wieder in Richtung Borna. An der Abfahrt Rötha – mittlerweile folgten ihm zwei Funkstreifenwagen – und nach insgesamt etwa 20 Kilometern Flucht beendete er seine riskante Fahrt. Neben den Kupferkabeln fanden die Beamten im Passat auch noch die Ausweisdokumente zweier vermutlicher Mittäter.

Von Maximilian König

Befürchtete lange Staus wegen der Sperrung der B 176 zwischen Lobstädt und Neukieritzsch blieben am Donnerstagmorgen zunächst aus. Allerdings gab es gleich zu Beginn bei Neukieritzsch einen Unfall.

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