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Borna Vermieter schafft größere Wohnungen in Borna
Region Borna Vermieter schafft größere Wohnungen in Borna
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12:52 22.03.2019
Noch hat das Haus zwölf Wohnungen. Künftig werden es acht sein.
Noch hat das Haus zwölf Wohnungen. Künftig werden es acht sein. Quelle: Julia Tonne
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Borna

Rund 600 000 Euro nimmt die Bornaer Wohnungsgenossenschaft in diesem Jahr in die Hand, um das Mehrfamilienhaus in der Heinrich-Heine-Straße 12 komplett umzubauen. Aus bislang zwölf Wohnungen sollen bis Frühjahr 2020 acht größere Wohnungen entstehen. „Die Nachfrage danach ist da“, begründet Vorstandsvorsitzender Andreas Beier das Vorhaben.

Seit einigen Wochen steht das Haus vollständig leer, bisherige Mieter sind in Absprache mit der BWG umgezogen, können aber jederzeit zurück, wenn sie Interesse an den neu gestalteten Wohnungen haben. „Die ersten Interessenten – aus ganz Borna – haben sich bei uns bereits gemeldet“, sagt Beier. Das gleiche Projekt sei schon einmal in der Heinrich-Heine-Straße 2 umgesetzt worden, „dort waren nach Fertigstellung alle Wohnungen sehr schnell vergeben“. Heute gebe es für diese eine lange Warteliste.

Wohnungen bekommen Balkon und Fußbodenheizung

Im Haus Nummer 12 werden in den nächsten Monaten unter anderem Aufzüge ein- und Balkone angebaut. Die Wohnungen mit zwei oder drei Räumen sind nach Umbau zwischen 65 und 70 Quadratmeter groß und durchgängig mit Fußbodenheizung ausgestattet. Was der BWG besonders wichtig ist: Die sanierten und umgebauten Wohnungen sollen barrierearm sein. „Das ist ein Kriterium, auf das mittlerweile sehr viele Mieter Wert legen – unabhängig von deren Alter“, macht Beier deutlich.

Insgesamt investiert die Genossenschaft in diesem Jahr knapp zwei Millionen Euro in Umbauten, Sanierungen und Instandsetzungen. Neben der Sanierung des Hauses in der Heinrich-Heine-Straße nimmt der Anbau von Balkonen eine große Summe in Anspruch. Die entstehen unter anderem in der Sauerbruchstraße 3, 5 und 7 sowie in der Heinrich-Heine-Straße 10. Die Instandsetzungen von Wohnungen zur Neuvermietung lässt sich die Wohnungsgenossenschaft ebenfalls einiges kosten: rund 400 000 Euro. „Hier orientieren wir uns viel an den Wünschen der Mieter“, erklärt Beier.

BWG will beim Projekt Mieterstrom einsteigen

Unklar ist bislang noch, wie es in der Raupenhainer Straße 86 bis 96 weitergeht. Der Bornaer Künstler Michael Fischer-Art hatte während des Neujahrsempfangs der Stadt erklärt, die Fassade in Absprache mit der BWG gestalten zu wollen. Nach ersten Überlegungen sollte es damit im Mai losgehen. Ob der Termin gehalten werden kann und ob das Projekt überhaupt umsetzbar ist, soll sich in den kommenden Wochen entscheiden. „Wir stellen auf jeden Fall jetzt bald das Gerüst, denn das Dach müssen wir dringend in Angriff nehmen“, betont Beier.

Mieterstrom ist Zukunftsvision

Ein weiteres Vorhaben, dass der Vorstandsvorsitzende im Hinterkopf hat, ist eine Zusammenarbeit mit den Städtischen Werken Borna beim Thema „Mieterstrom“. Das Unternehmen kooperiert bereits mit der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft und hat im Sommer vergangenen Jahres auf dem Hochhaus 8-12 dafür notwendige Solarmodule installiert. Ziel ist es, den Bewohnern ein Kombipaket aus Solarstrom und Bornaer Strom anzubieten.

Die Wohnungsgenossenschaft will zudem ihr soziales Engagement fortführen, wenn nicht gar ausweiten. So unterstützt sie den 19-jährigen Richard Müller, der am 30. März zur großen Putzaktion „Borna räumt auf“ einlädt. Und auch beim Volksplatzverein klingt sich die BWG ein. Sie will diesen beim Sommer-Kino unterstützen. „Außerdem wird es wie jedes Jahr unsere Ausflüge für Senioren geben.“

Von Julia Tonne