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Borna Volkshaus Groitzsch hofft auf mehr Geld
Region Borna Volkshaus Groitzsch hofft auf mehr Geld
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08:00 27.06.2019
Wieder mehr Hoffnung für den Umbau des Volkshauses am Groitzscher Schützenplatz. Quelle: Andreas Döring
Groitzsch

Die Chancen für das Großprojekt Sanierung und Umbau des Volkshauses in Groitzsch sind wieder gewachsen. Bürgermeister Maik Kunze (CDU) hat neue Hoffnung von der Städtebaukonferenz des Freistaates Sachsen in Oelsnitz/Erzgebirge mitgebracht. Zwar hatte er zuletzt in der Ratssitzung die Ablehnung zusätzlicher Landesmittel verkündet. Doch nun sei weiteres Geld in Aussicht gestellt worden. Gleichwohl weder eine bestimmte Summe genannt noch eine feste Zusage gegeben wurden, so Kunze.

Kürzung der Gelder in Sachsen geringer

In Oelsnitz wurde mehr als 180 Stadtchefs und Bauverantwortlichen der Kommunen mitgeteilt, dass der Bund ab 2020 die Städtebauförderung neu organisiert. Von sieben Programmen wird auf drei zurückgegangen – was Kunze schon nach einem Gespräch mit dem Fördermittelgeber Sächsische Aufbaubank (SAB) seinen Abgeordneten Ende Mai mitgeteilt hatte.

Doch dass die Bundesmittel für den Freistaat von 170 auf 70 Millionen Euro gestrichen werden, sei jetzt korrigiert worden. „Es sollen nun zumindest mehr als 100 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Das klingt also nicht ganz so dramatisch“, findet der Bürgermeister.

Groitzschs Bürgermeister Maik Kunze (CDU) hofft auf neue Fördermittel aus Sachsen für die Stadt. Quelle: privat

Aussicht auf mehr Zuschüsse für Groitzsch

Für Groitzsch habe ihm bei der Konferenz ein Vertreter des Innenministeriums gesagt, dass im Herbst noch einmal über das Volkshaus-Projekt gesprochen werden soll. Dann werde die SAB auf die Stadt zukommen, um das bisher genutzte Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (SOP) in den neuen Fonds „Lebendige Stadt“ zu überführen. „Dabei wird wohl eine Erhöhung der Zuschüsse möglich sein, hieß es“, sagt Maik Kunze. Damit sollte das Vorhaben zu realisieren sein, „aber nicht im Zeitfenster, dass wir uns vorgestellt haben“. Es werde eben wieder mal länger dauern.

Volkshaus: Gebäude mit viele Namen

Die Stadtverwaltung hatte 2016 auf der Suche nach einer größeren Kultur- und Veranstaltungsstätte im innenstadtnahen Bereich die Sanierung des seit Langem leer stehenden Volkshauses ins Auge gefasst. Errichtet in den 1920er-Jahren, hatten Generationen von Groitzschern hier gefeiert, im Gebäude mit wechselnden Namen: Volkshaus, Schützenhaus, nach der Wende „Eastside“, „Tattoo“, „Tanztempel“...

Erste grobe Schätzungen hatten einen Finanzbedarf von 2,5 Millionen Euro ergeben. Später sollten Preissteigerungen und die bevorzugte Umbauvariante den Aufwand verdoppelt haben, was das Rathaus nicht bestätigt. Zudem wurde das Gebäude vor anderthalb Jahren entrümpelt. Nun sagt der Bürgermeister, dass „nach ersten tiefgreifenden Voruntersuchungen“ die Kosten bei 5,3 Millionen Euro liegen.

Weitere Projekte in Groitzscher SOP-Förderung

Die bereits fest zugesagten SOP-Mittel für Groitzsch bis 2024 betragen rund 2,1 Millionen Euro. „Ohne Volkshaus ist das viel Geld“, sagt Kunze. Schließlich sollen damit unter anderem die Erweiterung des Hortes, die Sanierungen von Museum und Bauhof sowie die Neugestaltung des Schützenplatzes als kommunale Vorhaben, aber auch private Baumaßnahmen (Gebäudehülle) ko-finanziert werden. Der schon bestätigte Anteil fürs Volkshaus reiche, um nicht mehr nutzbare Gebäudeteile und Anbauten abzureißen sowie den benachbarten Hang zu sichern. „Das würden wir gern über den Winter erledigen, benötigen zuvor aber noch einen Tragwerksplaner für den Hang.“ Ohne frisches Geld gehe es dann nicht weiter, allein werde Groitzsch das nicht finanzieren.

Volkshaus öffnet Tür für Bürger

Die Bevölkerung will die Stadtverwaltung vor Ort über das Projekt informieren. „Wir bieten am 31. August im Volkshaus die Möglichkeit, sich um- und die Entwürfe anzuschauen“, lädt der Bürgermeister ein.

Von Olaf Krenz

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