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Borna Vorläufig kein Tempo 30 in Lobstädt
Region Borna Vorläufig kein Tempo 30 in Lobstädt
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14:40 22.05.2019
Vorerst kann in der Glück-Auf-Straße in Lobstädt weiter schneller als 30 gefahren werden. Quelle: André Neumann
Neukieritzsch/Lobstädt

In der Glück-Auf-Straße in Lobstädt wird die zulässige Geschwindigkeit für Kraftfahrer zumindest vorläufig nicht auf 30 Kilometer je Stunde reduziert. Das hat Landrat Henry Graichen (CDU) der Lobstädter Bürgerinitiative (BI) mitgeteilt. Damit wird vorerst auch die letzte Forderung der BI nicht umgesetzt.

Nachtfahrverbot für Lastwagen abgelehnt

Bewohner der Glück-Auf-Straße wehren sich seit 2018 mit einer Bürgerinitiative gegen die ihrer Ansicht nach gewachsene Belastung durch den Autoverkehr vor ihren Häusern. In öffentlichen Versammlungen, mit Transparenten an Häusern und Zäunen, in Briefen an das sächsische Wirtschaftsministerium und zuletzt bei einem Straßenfest wurde auf die Probleme und die damit verbundenen Forderungen aufmerksam gemacht.

Lösungen gibt es bisher aber nicht. Mit dem Wunsch nach einem Nachtfahrverbot für Lastwagen konnten sich die Lobstädter nicht durchsetzen. Eine rasche Sanierung der Straße, wovon sich die Anwohner weniger Lärm versprechen, stellt das Landratsamt nicht in Aussicht. Der durch Lobstädt führende Abschnitt der Kreisstraße steht kurzfristig nicht im Straßenbau-Plan des Kreises.

Polizei und Landratsamt sehen keine Gründe

Letzte Hoffnung war eine Geschwindigkeitsreduzierung wenigstens bis zur Reparatur der Straße. Doch dem, so die Mitteilung des Landratsamtes gegenüber der BI, würden aktuell weder das Landesamt für Straßenbau und Verkehr noch die Polizei zustimmen, weil sie keine Gründe dafür sehen.

Die beiden Behörden hätten aber angedeutet, einer Geschwindigkeitsreduzierung zuzustimmen, wenn die durch ein Lärmgutachten begründet würde. Deswegen sollen jetzt Lärmmessungen durchgeführt werden.

Mitglieder der Bürgerinitiative verärgert

Für Werner Winkler vom Lobstädter Ortschaftsrat dauert das alles viel zu lange, da seit den ersten Aktivitäten der BI schon zehn Monate verstrichen seien. Auch über eine Lärmmessung sei schon persönlich mit dem Landrat gesprochen worden. „Das dauert alles unendliche Zeit und verärgert die Anwohner immer mehr. Das ist Bürokratie pur und hat nichts mit einer bürgernahen Kommunalpolitik zu tun“, beklagt Winkler. Er fordert eine Tempo-30-Regelung „mindestens bis zum Ergebnis der Lärmmessung“.

Auch Frauke Althaus von der BI ist verärgert über die vorläufige Entwicklung. Die regionale Grünen-Politikerin wohnt selbst in der Glück-Auf-Straße. Auf ihrem Grundstück steht seit fünf Wochen und noch bis Sonntag eine digitale Geschwindigkeits-Anzeigetafel, die sie privat geliehen hat. Ihre Beobachtung: Fahrzeugführer seien bemüht gewesen, ihr Tempo wenigstens zu überprüfen, auch wenn nicht jeder gleich gebremst habe.

Abstimmung zu weiteren Schritten angekündigt

Zur vorläufigen Absage an die Geschwindigkeitsreduzierung sagt sie der LVZ: „Es ist bedauerlich, dass es nicht möglich ist, wenigstens ein begrenztes Tempolimit zu ermöglichen. Die mir bekannten Gründe sind nicht nachvollziehbar und können so nicht akzeptiert werden.“ Die Bürgerinitiative werde sich daher zeitnah zusammen setzen und weitere Schritte abstimmen, kündigt sie an.

Von André Neumann

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