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Borna Wanderwege im Kohrener Land sollen besser werden
Region Borna Wanderwege im Kohrener Land sollen besser werden
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09:00 26.04.2019
Bastian Rakow (rechts) und Rolf Koch kümmern sich um eine Bestandsaufnahme der touristischen Wege. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Lutherweg, Via Porphyria, die Radroute Altenburg-Colditz: Wer den Leipziger Südraum, das Kohrener Land und das angrenzende Muldental entdecken will, hat jede Menge Möglichkeiten – zu Fuß oder per Rad. Die Freude an der Erkundung von Landschaft, Geschichte und Kultur wird allerdings geschmälert durch schlechte Wegeabschnitte, durch ungenügende Ausschilderung.

Das Leader-Management im Land des Roten Porhyrs beschäftigt deshalb jetzt für drei Jahre einen Wegewart. Er soll den Bestand erfassen und Vorschläge für Verbesserungen machen. Einen solchen Mann hat auch der Landkreis Leipzig im Einsatz, einen Ehrenamtlichen vom Landschaftspflegeverband Muldental.

Kennzeichnung der Wege im Kohrener Land aus den neunziger Jahren

„Wir hören immer wieder Beschwerden. Es gibt einen dringenden Handlungsbedarf“, sagt Regina Heinze, Geschäftsführerin des Tourismusvereins Borna und Kohrener Land. Die Kennzeichnung der Wege im Kohrener Land etwa stamme vom Beginn der neunziger Jahre. Sie sei nicht mehr vollständig, mitunter überholt.

Als man 2014 die Leader-Strategie formuliert habe, hätten die Kommunen in der Förderregion, die das Kohrener Land und das Rochlitzer Muldental einschließt, einen Augenmerk auf das Wegenetz gerichtet – nur abgerufen habe keiner die Fördermittel, die dafür zur Verfügung stünden.

Die Wegewarte des Tourismusverbandes - Bastian Rakow (l.) und Rolf Koch sollen das Wegenetz im Kohrener Land verbessern. Quelle: Jens Paul Taubert

Das verwundere nicht, denn es fehle die – digitale – Basis dafür, sagt Regionalmanagerin Jana Uhlmann. Die Daten werde man jetzt erfassen, Routenvorschläge für Ausflügler und Touristen zugänglich machen und Kommunen beraten, wo was getan werden sollte. Seit März kümmert sich darum Bastian Rakow.

Rochlitzer Berg, Kohrener Land und Mulden- und Chemnitztal im Fokus

Der Rochlitzer (32) hat Geowissenschaften in Freiberg studiert und widmet sich jetzt der Bestandsaufnahme. „Ich gehe vor Ort mit GPS, Karten und Notizbuch“, sagt er. Zuerst werde er sich dem Rochlitzer Berg – Teil des Geoparks Porphyrland – und seinem Umfeld widmen, sich dann aber Stück für Stück ins Kohrener Land und ins Mulden- und Chemnitztal vorarbeiten.

Der Weg von Gnandstein nach Streitwald verspricht frische Kühle an diesen heißen Tagen. Doch viele Schilder in der Region sind veraltet. Quelle: Jens Paul Taubert

„Wir müssen gebietsübergreifend denken“, sagt Ute Haunstein, die in der Stabsstelle des Landkreises Leipzig als Koordinatorin für Tourismus tätig ist. Gemeinsam mit Nordsachsen sei man dabei, ein digitales Wegekataster aufzubauen. Basis seien Grunddaten des Freistaates, die das Radnetz betreffen. Unterstützt wird der Landkreis dabei durch den Landschaftspflegeverband, der sich seit Jahren auch auf diesem Feld engagiert.

Regionale Unterschiede in der Wege(netz)-Qualität

Es gehe um Handlungsempfehlungen für die Kommunen, damit die Schwerpunkte setzen könnten, meint Rolf Koch. Der 67-jährige Naunhofer ist ehrenamtlich als Wegewart unterwegs. Er weiß um die regionalen Unterschiede in der Wege(netz)-Qualität. Die habe aber auch historische Ursachen, sagt er: „Die vom Bergbau geprägte Landschaft ist oft besser erschlossen, weil hier Bund und Freistaat viel in Infrastruktur investierten.“

Die Erfassung und Systematisierung sei ein wichtiger Schritt, sagt Regina Heinze. Die Ergebnisse umzusetzen, sei allerdings Sache der Kommunen. Die Crux: Tourismusförderung zählt zu den sogenannten freiwilligen Aufgaben. „Jede Kommune muss für sich entscheiden: Will ich eine touristische Wertschöpfung oder will ich sie nicht.“ Die Leaderförderung und die Initiativen des Landkreises für bessere Wege könnten den Prozess nur forcieren; entscheidend sei die Strategie der Kommunen selbst.

Von Ekkehard Schulreich

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