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Borna Wegweiser in Böhlen: Seit 25 Jahren Helfer in der Not
Region Borna Wegweiser in Böhlen: Seit 25 Jahren Helfer in der Not
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13:06 16.07.2019
Die Ökoschule in Markkleeberg war Feierstätte für den 25. Geburtstag des Wegweisers. Quelle: privat
Böhlen

Was als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) vor 25 Jahren mit etwa zehn Frauen anfing, hat sich mittlerweile zu einer festen und regional agierenden Institution entwickelt. Die Rede ist vom Verein Wegweiser, der vor wenigen Tagen seinen 25. Geburtstag feierte und auf ein Vierteljahrhundert blickt, das immer mehr Projekte mit sich brachte und den Verein zu einem unverzichtbaren Bestandteil der sozialen Arbeit im Landkreis Leipzig machte.

Der Wegweiser ist nicht nur Träger einer Erziehungs- und Familienberatungsstelle, sondern auch Träger einer Koordinierungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking. Zudem betreibt der Verein, der seinen Hauptsitz in Böhlen hat, ein Frauen- und Kinderschutzhaus und betreut die Schulsozialarbeit.

Schulsozialarbeit ist herausragender Baustein geworden

„Gerade die Schulsozialarbeit hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt“, macht Kerstin Kupfer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende, deutlich. Kollegen seien unter anderem am Gymnasium Am Breiten Teich in Borna angestellt, an der Oberschule Böhlen, am evangelischen Gymnasium in Großbardau, am Freien Gymnasium in Zwenkau und an der Robinienhofschule in Borna. Vor einem Jahr kam noch eine weitere Schule hinzu: die Grundschule „Pfiffikus“ in Böhlen. Dafür hatte sich vor allem die dortige Schulleiterin Ingrid Tietze stark gemacht.

Um auch künftig die Angebote und Projekte abdecken zu können, ist der Verein stetig auf der Suche nach weiteren Mitarbeitern. „Aktuell suchen wir für die Schulsozialarbeit in Zwenkau eine Schwangerschaftsvertretung und für unsere Familienhilfe eine weitere Kraft“, sagt Vorstandsvorsitzende Doreen Tschantschala. Und auch für die anderen Bereiche würden immer neue Kollegen gesucht, denn wegen fehlender Fachkräfte könnten einige Projekte nicht mehr umgesetzt werden. Ein Beispiel dafür: die Flüchtlingssozialarbeit.

Aus einer Fraueninitiative wird der Verein Wegweiser

Derzeit zählt der Verein 26 Mitarbeiter – Sozialpädagogen und Psychologen, die in verschiedenen Projekten arbeiten. „Sie alle unterstützen Menschen darin, an der Gesellschaft gleichberechtigt teilzunehmen“, macht Kupfer deutlich. Der Verein engagiere sich, um Gewaltfreiheit, Selbstbestimmung, Chancengleichheit und Gleichberechtigung zu fördern. „Wir bieten Frauen, Männern, Kindern, Jugendlichen und ihren Familien Beratung und Therapie, Training, Schutz und Krisenintervention an“, ergänzt Tschantschala. Eine enge Zusammenarbeit gebe es daher unter anderem mit der Stadt Leipzig sowie den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen.

1994 entstand der Verein Wegweiser aus einer ABM heraus, in der zehn Frauen, alles Lehrerinnen, Erzieherinnen und Krankenschwestern, verschiedene soziale Projekte betreuten. Einen Träger in dem Sinne aber gab es nicht. Das änderte sich mit der Vereinsgründung durch die Fraueninitiative. Der Wegweiser wurde selbst zum Träger. Damit einher ging der Umzug von Regis-Breitingen nach Böhlen ins Haus II der Stadtverwaltung. Kurz darauf zog der Verein in Böhlen in die Baracke in der Leipziger Straße. Bis 2017 arbeitete er von dort.

Allerdings verfiel die Baracke zunehmend, weshalb der Verein vor zwei Jahren neue Räume an alter Stätte bekam: wieder das Haus II am Platz des Friedens. Daneben gibt es Außenstellen in Markkleeberg, Engelsdorf und Grimma.

Eine Besonderheit übrigens kann der Wegweiser vorweisen: Der Vorstand, bestehend aus Tschantschala, Kupfer und Kerstin Nehring arbeitet ehrenamtlich.

Von Julia Tonne

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