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Borna Weniger Unfälle – aber mehr verletzte Fahrradfahrer
Region Borna Weniger Unfälle – aber mehr verletzte Fahrradfahrer
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09:26 11.04.2019
Symbolbild Quelle: Marlis Heinz
Landkreis Leipzig

Die Zahl wirkt weiter groß: Im vergangenen Jahr hat es im Landkreis Leipzig 5332 Verkehrsunfälle gegeben. Trotzdem gibt sie auch Anlass zu Optimismus, denn sie ist kleiner als 2017. Im vergangenen Jahr gab es 124 weniger Unfälle als im Jahr 2017. Und: Es sind weniger Menschen ums Leben gekommen. 14 Personen starben 2018, 17 waren es 2017. Beide Zahlen deuten an, dass sich eine Entwicklung der letzten Jahre umdreht. Seit 2015 waren die Unfälle und die Verkehrstoten angestiegen, nun belegt der aktuelle Verkehrsbericht einen Rückgang.

Weniger Kinder unter den Verletzten

Unfälle entstehen dabei vor allem, wenn Fahrer die Vorfahrtsregeln nicht beachten. An zweiter und dritter Stelle der Ursachen stehe Geschwindigkeitsüberschreitungen und die Missachtung der Sicherheitsabstände. Opfer von Verkehrsunfällen sind vergangenes Jahr auch 78 Kinder geworden, 15 unter den kleinsten des Landkreises wurden dabei schwer verletzt, keines starb. Insgesamt sind die Kleinsten zumindest im Jahr 2018 ebenso weniger von Unfällen betroffen gewesen als in den Jahren zuvor. Der Unfalltod einer 11-jährigen Schülerin in Penig, der zuletzt für Trauer und Empörung im Landkreis sorgte, zählt noch nicht in die aktuelle Statistik. 

Was heißt eigentlich „schwer verletzt“ ?

Bei Unfallberichten ist die Anzahl der Verletzten sehr wichtig. Dabei wird sowohl in der Berichterstattung als auch in der statistischen Erfassung zwischen „Leichtverletzten“ und „Schwerverletzten“ unterschieden. Für die Unterteilung ist aber gar nicht der Grad der Verletzung relevant, sondern lediglich die Dauer die, der oder die Betroffene im Anschluss an den Unfall im Krankenhaus verbringt: „Wird eine Person nach einem Unfall in einem Krankenhaus gebracht und dort über 24 Stunden stationär behandelt, so sprechen wir von einem Schwerverletzten“ erläutert Andreas Loepki von der Polizeidirektion Leipzig die gängige Unterscheidung.

Mehr Unfälle mit Fahrradfahren

Nur an der Fahrradfahrerfront gibt es schlechte Neuigkeiten. 270 Unfälle hat die Polizei dokumentiert, das sind entgegen dem generellen Trend 18 Fälle mehr als in den Vorjahren. „Möglicherweise hat dies mit mehr Fahrradfahrern generell und einem steigenden Umweltbewusstsein zu tun“ so die vorsichtige Einschätzung des Leipziger Polizeisprechers Andreas Loepki. Im Landkreis Leipzig kamen zwei Menschen auf dem Fahrrad im Verkehr zu Tode. Neben der „fehlerhaften“ Benutzung der Straße waren Alkohol- oder Drogeneinfluss Hauptgrund oder die Nichteinhaltung von Vorfahrtsregeln Hauptgrund für selbst verschuldete Zusammenstöße, die die knappe Hälfte der Fahrrad-Unfälle ausmachen. Jüngst bemängelte allerdings der Allgemeine Deutsche Fahrradclub die unsicheren Verkehrsbedingungen im Landkreis Leipzig.

Von Anna Flora Schade

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