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Borna Wenn Stadtrat zustimmt: Aldi kommt an die Sachsenallee
Region Borna Wenn Stadtrat zustimmt: Aldi kommt an die Sachsenallee
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19:02 18.04.2018
An der Leipziger Straße / Ecke Sachsenallee in Borna kann doch ein Aldi-Markt errichtet werden, sofern der Stadtrat dafür grünes Licht gibt. Quelle: Andreas Döring
Borna

Der Discounter Aldi kann sich doch an der Ecke Sachsenallee/Leipziger Straße in Borna niederlassen. Voraussetzung dafür ist eine Willensbekundung des Stadtrates zur Entwicklung eines Einzelhandelsstandortes dort.

Stadtrat entscheidet kommende Woche

Das Thema steht auf der Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung am 26. April. Im Gegensatz zu ersten Informationen, die vor knapp drei Monaten an die Öffentlichkeit gedrungen waren, steht auch der Abriss eines Blocks im Hochhausviertel nicht mehr zur Debatte.

Den Stadträten liegt ein Papier vor, demzufolge sie ihr Einverständnis erklären, dass neben Aldi auch ein DM-Markt auf dem Areal errichtet werden kann. Der Stadtverwaltung liegt auch bereits ein Kaufantrag der Firma ESF-Projektentwicklung vor, die die Weichen für die Niederlassung des Discounters am neuen Bornaer Standort stellen soll.

Schließung der beiden alten Aldi-Märkte geplant

Sollte es dazu kommen, wäre auch das Ende der beiden vorhandenen Aldi-Märkte in der Lausicker und der Lobstädter Straße absehbar. Aldi hatte bereits im Rahmen der Diskussionen um eine Niederlassung auf der Fläche Sachsenallee/Am Breiten Teich klargemacht, dass das Unternehmen in Borna künftig nur noch einen Standort haben wird.

Neubau am Breiten Teich gescheitert

Die damaligen Ansiedlungspläne waren letztlich am ablehnenden Votum des Stadtrates gescheitert, der sich eine offenkundig mehrheitlich ablehnende Haltung in der Bornaer Bürgerschaft zu eigen gemacht hatte (die LVZ berichtete). Die Pläne für die nunmehr avisierte Ansiedlung des Discounters an der Leipziger Straße/Sachsenallee hatten wiederum zu Befürchtungen geführt, dass deshalb mehr als 30 Bewohner des Blocks Am Hochhaus womöglich ihr Quartier verlassen müssen.

Lebenshilfe würde sonst in Nachbarkommune bauen

Zuletzt hatte auch die Bornaer Lebenshilfe indirekt Druck ausgeübt, als ihr Geschäftsführer Uwe Drechsler mit Blick auf die geplante Errichtung von barrierefreien Wohnungen, eines Seniorenheims sowie einer Unterkunft für die Werkstattmitarbeiter und den Bau eines Pflegeheims in der Deutzener Straße erklärt hatte, notfalls in Nachbarkommunen auszuweichen. Voraussetzung für die Umsetzung der Lebenshilfe-Pläne in Borna ist der Verkauf der Grundstücke in der Deutzener Straße, von denen zwei Aldi gehören.

Gewünschter Kreisverkehr kommt wohl nicht

Wie die Ansiedlung von Aldi am neuen Standort dann aussieht, wird in einem Bebauungsplan festgelegt. Klar ist aber derzeit auch, dass aus den ursprünglichen Vorstellungen des Discounters, die Sachsenallee mit einem Kreisverkehr an die Leipziger Straße münden zu lassen, nichts werden dürfte.

Das will das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) nicht, sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Die Behörde empfehle stattdessen anderen Zufahrten zu dem neuen Aldi-Markt.

Von Nikos Natsidis

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