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Borna Wohngebiet Kahnsdorf-Nord verzögert sich erneut
Region Borna Wohngebiet Kahnsdorf-Nord verzögert sich erneut
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10:00 20.12.2018
Nur das Reitsportzentrum in Kahnsdor-Nord ist schon im Bau. Die Erschließung des angrenzenden Wohngebietes verzögert sich. Quelle: André Neumann
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Neukieritzsch/Kahnsdorf

Die Erschließung des Bebauungsgebietes Kahnsdorf-Nord verzögert sich erneut. Ein halbes Jahr, nachdem der Neukieritzscher Gemeinderat den Verkauf des Areals für den ersten Bauabschnitt an das Unternehmen Blauhaus beschlossen hatte, steht der notarielle Abschluss des Grundstücksgeschäftes mit dem Bauträger noch aus. Das an die geplante Wohnbebauung angrenzende Reitsportzentrum ist derweil schon im Bau.

Im Juni hatte Blauhaus-Geschäftsführer Alexander Wolf angekündigt, im Frühjahr mit den Bauarbeiten für die Erschließung der rund fünfeinhalb Hektar zwischen Kahnsdorf und dem Kahnsdorfer See zu beginnen. Jetzt wäre man froh, wenn bis dahin wenigstens der Kauf unter Dach und Fach gebracht werden könnte.

Bebauungsplan für Kahndorf-Nord ist da

Grund seien vor allem die noch fehlenden Erschließungsverträge mit den Trägern der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung und die Erschließungspläne, die laut Gemeindeverwaltung Voraussetzung für den Verkaufsabschluss seien. Besonders die Abwasserentsorgung ist offenbar problematisch.

Am Kahnsdorfer Ufer am Hainer See wird derzeit viel gebaut. Quelle: Jens Paul Taubert

Alexander Wolf, Geschäftsführer der Blauhaus GmbH macht dafür den Bebauungsplan verantwortlich. Der sieht für Kahnsdorf-Nord eine unregelmäßige Aufteilung mit häufig gekrümmten Straßen und engen Kurven vor. Das führt zu komplizierten Grundstückszuschnitten und macht es dem Abwasserzweckverband schwierig, die Abwässer aus dem Gebiet heraus zu bekommen. „Da muss Abwasserschacht an Abwasserschacht gebaut werden“, sagt Wolf, zudem sei später die Wartung der Kanalisation sehr aufwendig.

Pläne für Kahnsdorf-Nord sind sechs Jahre alt

Der Bebauungsplan sei „sicher nett gemeint“, sagte Wolf, aber man habe deswegen „ein paar Nüsse zu knacken“. Ändern wolle man ihn aber nicht mehr, das sei zu aufwendig und würde zu lange dauern.

Die Pläne für Kahnsdorf-Nord sind gut sechs Jahre alt. Damals ging es der Gemeinde wirtschaftlich noch sehr gut, was sich auch auf die Sichtweise auf große Projekte auswirkte. Das neue Wohngebiet sollte nicht von der Stange sein, sondern schon äußerlich individuellen Charme aufweisen. Deswegen nimmt die Straßenführung die verwinkelte Struktur des angrenzenden Altdorfes auf.

Der Hainer See von der Baustelle Hafenhaus zwei gesehen. Quelle: Jens Paul Taubert

Wolf kann diese Sicht der damaligen Planer nachvollziehen und bleibt optimistisch: „Wir machen es lieber richtig und gehen dann eben erst im ersten Quartal des nächsten Jahres zum Notar.“ Was eine vergleichsweise geringe Verzögerung gegenüber dem bisherigen Zeitablauf wäre. Immerhin hatte es mehrere Jahre gedauert, bis die Gemeinde den Bebauungsplan fertig und dann mit Blauhaus überhaupt erst einmal einen Investor gefunden hatte.

Einwohnerzuwachs wird für Kahnsdorf erwartet

Der erste Bauabschnitt von Kahnsdorf-Nord umfasst in lockerer Reihung rund 60 Grundstücke. Das kleinste ist etwas über 500 Quadratmeter groß, die größten, mit offenem Blick ins Grüne und zum Kahnsdorfer See, kommen auf mehr als 1000 Quadratmeter.

Angesichts des in den kommenden Jahren erwarteten Einwohnerzuwachses – das gesamte Baugebiet ist mit den noch folgenden Bauabschnitten mehr als doppelt so groß wie der erste – warf Gemeinderat Herrmann Patzschke die Frage nach Versorgungseinrichtungen auf. Wolf nahm den Hinweis dankbar auf. Er wünsche sich, dass jemand einen Markt, einen Kindergarten und seniorengerechtes Wohnen in dem Gebiet baut.

Nur für das Wohngebiet sei das aber kaum zu erwarten. In der Gesamtsicht müsste man für Kahnsdorf eine stärkere „Urbanisierung“ erreichen, wie es der Blauhaus-Geschäftsführer nennt. Soll heißen: Nicht nur Menschen in Ferienwohnungen und Tagesgäste, sondern auch mehr Bewohner. Dann könnte der Ort auch für Nahversorger interessant werden.

Von André Neumann

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