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Delitzsch 20 Verkehrstote auf nordsächsischen Straßen
Region Delitzsch 20 Verkehrstote auf nordsächsischen Straßen
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12:42 02.04.2019
Im Jahr 2017 kam es in Nordsachsen zu 646 Unfällen mit Personenschaden – wie bei diesem schweren Unfall auf der Kreisstraße 7442 bei Delitzsch. Quelle: Christine Jacob
Nordsachsen

Bei Verkehrsunfällen im Landkreis Nordsachsen sind im vergangenen Jahr 20 Menschen ums Leben gekommen – gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl damit leicht an. Wie das Landesamt für Statistik mitteilte, gab es 2017 im Landkreis 18 Verkehrstote, vor zehn Jahren waren es 19. Im gesamten Freistaat war die Zahl knapp zehnmal höher. Besonders betroffen war die Altersgruppe 65 Jahre und älter. Allein sieben getötete Personen gehörten in Nordsachsen dieser Altersgruppe an – das waren beinahe doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Sachsenweit waren sogar 84 Unfallopfer über 65 Jahre alt.

Pkw-Fahrer weiter am häufigsten beteiligt

Den Großteil der Opfer tödlicher Verkehrsunfälle machen im Landkreis nach wie vor Fahrer beziehungsweise Insassen von Personenkraftwagen aus. Am Jahresende 2018 ergab die traurige Bilanz 17 getötete, 242 schwer- und 658 leichtverletzte Pkw-Fahrer und Mitfahrer. Ein Krad-, ein Lkw- und ein Fahrrad-Fahrer starben ebenfalls bei Unfällen. 2017 waren 13 Auto-, vier Kradfahrer und ein Fußgänger infolge von Unfällen gestorben.

In Gesamtsachsen waren Fahrradfahrer überdurchschnittlich häufig von tödlichen Verkehrsunfällen betroffen – obgleich Fahrradfahrer überhaupt nur an einem Bruchteil aller Unfälle beteiligt waren. Bis Ende 2018 wurden 35 getötete und 954 schwer verletzte Fahrradfahrer durch das Landesamt registriert. „Im Jahr zuvor waren noch halb so viele Radfahrer nach Verkehrsunfällen verstorben“, hieß es aus dem Statistikamt. Radfahrer sind in zwei Dritteln aller Fällen auch nicht selbst Verursacher, aber Leidtragende eines Zusammenstoßes. Vor allem in Großstädten werden Zweiräder häufig von rechtsabbiegenden Autos unzureichend beachtet.

14 Unfallschwerpunkte im Revierbereich Delitzsch

Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Unfälle mit Personenschaden im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent auf 13 842. In Nordsachsen waren es 705. Insgesamt kam es laut Statistischem Landesamt im Landkreis zu 5209 Straßenverkehrsunfällen – 38 davon unter dem Einfluss berauschender Mittel. Im Jahr davor waren es noch 5338 Verkehrsunfälle, davon 34 unter Einfluss von Alkohol und Drogen.

Im Landkreis Nordsachsen macht die Polizei verschiedene Unfallschwerpunkte aus. Der Revierbereich Delitzsch beispielsweise charakterisierte zusammen mit der Verkehrsunfallkommission des Landkreises 14 Häufungsstellen für das Jahr 2017 – von Klitschmar in der Gemeinde Wiedemar bis nach Schönwölkau. Häufigste Ursachen sind dabei das Missachten der Vorfahrtsregeln, zu geringer Abstand und eine unangepasste Geschwindigkeit – insbesondere bei Regen nach Trockenheit oder bei Glätte. Die genauen Daten für die Unfallschwerpunkte 2018 werden Mitte des Jahres veröffentlicht.

Auch 2019 gab es bereits tödliche Unfälle, so wie vor etwa zwei Wochen der Unfall auf der Staatsstraße 2 in Richtung Zwochau, nahe der Autobahnabfahrt der A 9 bei Wiedemar. Der Fahrer eines VW Scirocco war dort nach einer Kollision mit einem DHL-Laster ums Leben gekommen.

Bei einem Überholmanöver geriet der Fahrer des VW-Scirocco nahe der A9-Abfahrt Wiedemar unter einen DHL-Sattelzug.

Von Matthias Puppe und Mathias Schönknecht

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