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Delitzsch Anbaugemeinschaft Delitzsch will wachsen
Region Delitzsch Anbaugemeinschaft Delitzsch will wachsen
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11:00 16.04.2019
Die Anbaugemeinschaft in Delitzsch will weiter wachsen. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Ein riesengroßes Beet von etwas mehr als 200 Quadratmetern hat Thomas Stremlow zu beackern, wenn er sich auf den Weg in die Gartenanlage „Grüne Oase“ gegenüber des Tiergartens Delitzsch auf den Weg macht. Doch Thomas Stremlow ist nicht allein mit der Arbeit und dem großen Beet. Er ist einer von gut einem Dutzend Menschen, denen das Beet gehört. Er ist Teil der ersten Anbaugemeinschaft in Delitzsch, die im vergangenen Jahr entstanden ist und dieses Jahr wachsen will.

Delitzscher teilen sich die Arbeit

Anbaugemeinschaften haben das Ziel, einen Teil der eigenen Lebensmittel mit möglichst wenig zeitlichem und wenig finanziellem Aufwand selbst zu produzieren, im Idealfall in Bio-Qualität. Dafür schließen sich mehrere Menschen zusammen und bewirtschaften ein Areal gemeinsam, teilen sich die Arbeit und so hat jeder nicht zu viel davon, alle zusammen aber garantiert größere Freude. Schwerpunkte sind gesunde Ernährung, regionale Angebote und die Natur. Für die Delitzscher Anbaugemeinschaft zählt noch mehr als der Anbau allein: „Wir verstehen uns als Plattform, um Ideen rund um die Schwerpunkte zu realisieren“, erläutert Thomas Stremlow, „das heißt, auch andere finden bei uns Unterstützung für ihre Ideen.“ So versucht die Delitzscher Anbaugemeinschaft aktuell ähnliche Projekte in der Region wie die in Bad Düben, Zwochau und dem Delitzscher Ortsteil Brodau zu vernetzen. Zudem sollen regelmäßige Freizeitangebote organisiert werden. So gab es vergangenes Jahr schon Angebote wie eine Waldwanderung oder ein Kartoffelfest, bei dem selbst angebaute Kartoffeln verarbeitet wurden.

Anbaugemeinschaft mit Plan

Ein Bild von den Anbauerfolgen im Jahr 2018, als die Gemeinschaft gerade entstanden war. (Archivbild) Quelle: Wolfgang Sens

Dieses Jahr steht bei der Anbaugemeinschaft auch ein bisschen im Zeichen der Kartoffel. Jedenfalls soll viel davon angebaut werden, vor allem die Sorte Sieglinde. Die nämlich sei, so Anbaugemeinschaftler Markus Stark, die einzig richtige Sorte für den schwäbischen Kartoffelsalat seiner Heimat. Genug Fläche für anderes ist aber noch da und Ideen gibt es viele. Genau wie genug Zeit ist, um gemeinsam etwas auch abseits des Beets zu unternehmen. „Neue Mitglieder sind bei uns immer willkommen“, sagt Thomas Stremlow.

Infos zur Anbaugemeinschaft gibt es unter http://besser-leben.in/delitzsch/ und der Mobilfunknummer 0171 4407118.

Von Christine Jacob

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