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Delitzsch Angst vor Dieben: Solarfeld am BKD Delitzsch abgebaut
Region Delitzsch Angst vor Dieben: Solarfeld am BKD Delitzsch abgebaut
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14:00 08.06.2019
Die Solarmodule am Delitzscher Biomassekraftwerk wurden abgebaut. Quelle: Foto: Wolfgang Sens
Delitzsch

Das Areal des einstigen Biomassekraftwerks (BKD) in Delitzsch wandelt sich deutlich sichtbar. Die Solarmodule an der Richard-Wagner-Straße sind abgebaut worden. Es stehen nur noch die Gestelle, welche auch bald verschwinden werden. Der Abbau hat ernste Hintergründe.

Wegzug aus Delitzsch

Die Anlage ist fast komplett abgerüstet, die Module sicher gelagert und es erfolgt der Umzug in eine andere Region. Solch ein Umzug sei mit Einsparverordnung und Co. vereinbar, so der Betreiber Enerparc. Hintergrund des Umzugs sind in erster Linie Sicherheitsbedenken und die Sicherheit gehe immer vor. Es habe mehrere Einbrüche und Diebstahl auf dem nur scheinbar verlassenen Kraftwerksgelände gegeben, argumentiert Enerparc und will sich diesen Unsicherheiten nicht mehr aussetzen. Viele glauben, auf dem Gelände sei keine Menschenseele mehr, dabei sind unter anderem Lagerhallen vermietet. Immer wieder kommt es zu Einbrüchen. Trauriger Höhepunkt war der Tod eines 41-jährigen Delitzschers, der Ende März mit einem Komplizen Kabel aus einer Trafostation im BKD-Gelände klauen wollte. Beim Entfernen der Kabel kam der 41-Jährige in Kontakt mit einer Hochspannungsleitung, erlitt einen Stromschlag, er war sofort tot. Der damals 38 Jahre alte Komplize erlitt einen Schock, konnte aber noch die Rettungskräfte alarmieren. Beide Männer waren mit entsprechenden Werkzeugen und scheinbar nicht zum ersten Mal vor Ort rund um die Solarflächen und alten Hallen.

Investor will BKD Delitzsch entwickeln

Vor sechs Jahren hatte das Hamburger Unternehmen Enerparc mit Niederlassung in Leipzig den Solarpark an der Richard-Wagner-Straße installiert. Auch im Industriegebiet Delitzsch Südwest hat Enerparc ein großes Photovoltaik-Feld. Mit dem Versuch, weitere Hektar nahe des Biomassekraftwerks zu bekommen, scheiterte das Unternehmen im Delitzscher Stadtrat. Für die nun abgebaute Fläche auf dem Kraftwerksgelände dagegen konnten die Betreiber ohne Stadtratsbeschluss agieren, weil bereits das nötige Baurecht bestand. Indirekt habe auch der Besitzerwechsel des BKD mit dem Umzug zu tun. Derzeit sei noch nicht geklärt, wie genau es mit dem Areal der alten Zuckerfabrik weitergehen wird. Ein Investor aus Markkleeberg hat das Gelände gekauft und will es entwickeln, äußert sich bislang aber nicht zu konkreten Plänen und bat um Geduld.

Von Christine Jacob

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