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Delitzsch Annett Linke ist in Delitzsch als Beraterin für Wohnraumanpassung tätig
Region Delitzsch Annett Linke ist in Delitzsch als Beraterin für Wohnraumanpassung tätig
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06:00 27.01.2017
In der Friedrichshafener Straße 10 hat die Wohnungsgesellschaft Delitzsch für einen bewegungsbeeinträchtigen Mieter die Schwelle zum Balkon tiefer legen lassen. Wohnraumberaterin Annett Linke zeigt, wie hoch die Schwelle eins war. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Neben ihrer Hauptaufgabe als Leiterin der Abteilung Wohnungswirtschaft ist Annett Linke seit diesem Jahr auch als Beraterin für Wohnraumanpassung tätig.  Sie und ihr Arbeitgeber, die Wohnungsgesellschaft Delitzsch (WGD), möchten, dass sich jeder Mieter unabhängig von Alter und eventuellen gesundheitlichen Einschränkungen in seiner Wohnung wohlfühlt. „Für jeden soll ein selbstbestimmtes Leben und Wohnen in den eigenen vier Wänden möglich sein. Nur so werden unsere Mieter bei uns lange wohnen bleiben“, sagt Annett Linke.

Probleme im Alltag

Aber bereits kleinere körperliche Gebrechen können bei der Bewältigung des Alltags, besonders bei älteren oder alleinstehenden Menschen zu größeren Problemen führen. Und das beginnt häufig in den eigenen Wänden. Ein farbiger Lichtschalter, eine abgesenkte Balkonschwelle oder der Wechsel von Wanne zu Dusche könne eine hilfreiche Unterstützung  sein, weiß die Abteilungsleiterin. Bei solchen Fragen will sie den Mietern zur Seite stehen, denn kompetente Beratung sei ein genereller Anspruch der WGD. Deshalb war es für sie selbstverständlich, an einer  Qualifizierung zur Wohnberaterin teilzunehmen.

Wie berichtet, ließen sich im Vorjahr 20 Personen aus unterschiedlichen Branchen im Landkreis Nordsachsen zu Beratern für Wohnraumanpassung schulen. Ende vergangenen Jahres erhielten sie ihre Zertifikate. Sie sind in einem Netzwerk verbunden, das helfen soll, den Wohnraum Betroffener für individuelle Bedürfnisse  entsprechend zu gestalten.

Kontakt vor Ort

Wie relevant dieses Thema auch für die Mieter der WGD ist, spürte Annett Linke, als dieses neue Angebot in der Mieterzeitung des Unternehmens publiziert worden war. „Sofort meldeten sich einige Mieter, die im Bad statt einer Wanne eine Dusche haben möchten“, erzählt sie. Doch das sei nicht allein Ziel der Wohnraumberatung. „Vielmehr geht es um den Kontakt zum Mieter, um ihn in der Wohnung dahingehend zu beraten, was an Umgestaltungen, Umbauten und Installation von Hilfsmitteln möglich ist, um das Leben zu erleichtern, damit die Wohnung  Lebensmittelpunkt bleiben kann.“ Schon Kleinigkeiten, wie das Umstellen von Möbeln oder einen Teppich anders zu legen, kann Erleichterung schaffen. Aber auch  ein  Haltegriff an einer Balkontür sei in manchen Fällen nützlich. All solche Dinge müssten in Ruhe mit den Betroffenen vor Ort besprochen werden. „Denn für den Umbau der Wohnung plädieren wir, auch aus Kosten- und Kapazitätsgründen nur, wenn es notwendig ist. Oft helfen bereits einfachere Maßnahmen“, so die WGD-Abteilungsleiterin. In Fällen, in denen es tatsächlich nicht möglich ist, in der eigenen Wohnung auf Dauer selbstständig zu leben, hilft sie Betroffenen eine andere, passende Wohnung zu finden. Bedarf sieht die 47-jährige ebenfalls in der Vermittlung von Dienstleistungen vor Ort, etwa, indem Kontakte zu Sanitätshäusern oder Sozialdiensten hergestellt werden. „Wenn beispielsweise Pflegestufen und damit verbundene Finanzierungsfragen ins Spiel kommen, kann ich über unser Netzwerk die Verbindung zur Beratungsstelle des Diakonischen Werkes im St. Georg Hospital herstellen. Dort ist Anja Stiller Ansprechpartnerin in Sachen Pflege und Beantragung einer Pflegestufe. Wie ich hat sie die Ausbildung zur Wohnraumberaterin absolviert.“

Wichtig ist für Annett Linke, dass sie beziehungsweise die Wohnungsgesellschaft erfährt, wo Beratungsbedarf besteht. Deshalb bittet sie Betroffene, deren Angehörige oder Nachbarn, den Weg zu ihr nicht zu scheuen. Nur so könne sie helfen.

Von Thomas Steingen

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