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Delitzsch Delitzsch leistet sich 31 Spielplätze
Region Delitzsch Delitzsch leistet sich 31 Spielplätze
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19:46 20.08.2018
Allein in der Kernstadt gibt es 15 Spielplätze. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Buddeln im Sand, rutschen, toben, klettern, schaukeln – mehr als 30 Spielplätze hat Delitzsch zu bieten, mehr als 40 sind es in der Statistik, zählt man die Spielareale an Schulen und im Tiergarten mit. Das kostet alles einiges.

Eigener Kontrolleur

Und zwar nicht nur Geld, wie die Stadtverwaltung betont. Auch personell bedeuten die Spielplätze Arbeit: Einmal monatlich gibt es auf jedem eine Sichtkontrolle durch Mitarbeiter der Servicegesellschaft Delitzsch. Da wird nach rottendem Holz genauso wie nach Scherben geguckt. Einmal im Quartal kommt ein von der Stadt eigens beauftragter und bezahlter Spielplatzbegutachter, nimmt die Geräte ganz genau unter die Lupe, achtet auf Reparaturbedürftigkeit und sonstige Mängel, nimmt gegebenenfalls Geräte aus dem Rennen. Jeder Spielplatz wird also mindestens 16 Mal pro Jahr in Augenschein genommen.

Dabei ist es nicht nur das Alter, viele Spielgeräte sind schon seit Ende der 1990er-Jahre im Einsatz. Da die 31 Spielplätze in direkter städtischer Obhut eben auf öffentlich zugänglichen Anlagen stehen, sind es nicht nur aufs Spielen fixierte Kinder und Jugendliche, die dort ihre Zeit verbringen. „Immer wieder kommt es zu Vandalismus auf den Anlagen“, berichtet Jan Matussek, der in der Verwaltung für die Spielplätze verantwortlich ist. Manche wie der Spielplatz in der Rathenaustraße oder der auf dem alten Friedhof beziehungsweise Marienpark sind besonders betroffen. Was also tun? Nicht viel bleibt da im Grunde übrig: Die Stadtverwaltung weist das Polizeirevier auf Schwerpunkte, bei denen besondere Bestreifung und Aufmerksamkeit nötig sind, hin. Ständige Kontrollen allerdings sind mit dem hohen Arbeitspensum der Polizei nicht vereinbar, zu viele andere Aufgaben sind zu erledigen, um rund um die Uhr Polizeikontrollen auf den Spielplätzen zu erledigen. Gleiches gelte für das Ordnungsamt der Stadt, dort reicht das Personal nicht aus, sich auch noch 24-stündigen Rundumkontrollen von Spielplätzen zu widmen.

Verbesserungen geplant

Um die Verkehrssicherheit der Spielgeräte und -plätze aufrecht zu erhalten, gibt es ein jährliches Budget von 25 000 Euro. Für die Neuanschaffung von Geräten stehen 10 000 Euro zu Verfügung – früher war es sogar mal das Doppelte. Dennoch: 2017 wurden 15 Geräte angeschafft, 2018 werden nach derzeitigem Plan ähnliche Werte erreicht. „Wir haben eine relativ gute Spielplatzlandschaft“, so Jan Matussek. Mit dem Budget ist unter anderem angedacht, an der Anna-Seghers-Straße mehr Geräte für die Kleinen aufzustellen, aus der Blücherstraße sollte zum Teil ein Fitnessparcours werden.

Fördergelder nötig

Außerplanmäßige Ausgaben für die Spielplätze kann sich die Stadt nur erlauben, sofern es Förderprogramme möglich machen. Im Rahmen der EU-Förderungen wird der Spielplatz in Kertitz runderneuert, der in Storkwitz wird saniert und ergänzt, der in Selben wird zu einem Treffpunkt und Dorfzentrum ausgebaut und mit Fitnessgeräten ergänzt. Knapp 54 000 Euro werden dazu investiert. Im Rahmen der Verkehrssicherung wird der Spielplatz in Poßdorf mit einer Zaunanlage erweitert.

Von Christine Jacob

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