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Delitzsch Delitzscher BSZ-Schüler stellen ihre selbst gedrehten Kurzfilme vor
Region Delitzsch Delitzscher BSZ-Schüler stellen ihre selbst gedrehten Kurzfilme vor
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08:00 24.08.2018
Diese 32 Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund vom Beruflichen Schulzentrum Delitzsch drehten zusammen Filme. Quelle: Bilder bewegen
Delitzsch

Eine Menge Gäste und viel Anspannung füllten den Saal des Kinos Markt Zwanzig in Delitzsch am Dienstagabend. Zur Ur-Aufführung der Kurzfilme, die die Schüler des Beruflichen Schulzentrums Delitzsch während des Projekts „Mix It!“ gedreht haben, waren Filmemacher, Freunde und Lehrer wie Schulleiter Wolfgang Fröhlich erschienen. Keiner der Jugendlichen hatte sich und das Resultat bis dahin auf riesiger Leinwand gesehen – die Nervosität stieg im bis auf den letzten Zusatzstuhl besetzten Saal immer weiter an.

Fünf Tage, drei Filme

Im Juni hatten 32 einheimische und geflüchtete Jugendliche zusammen in drei Gruppen jeweils einen Film entwickelt. Dafür sammelten sie mit Film-Profis und Medienpädagogen aus Berlin Ideen zum vorgegebenen Thema Traum, konzipierten den Dreh und standen anschließend selbst vor und hinter der Kamera.

Eine – mit nur fünf zur Verfügung stehenden Tagen – nicht ganz einfache Aufgabe. Denn die Jugendlichen kannten sich vorher nicht, gehen sonst in verschiedene Klassen. Gabriele Zorn ist daher ein Moment besonders in Erinnerung geblieben: Schon zu Beginn der Projektwoche hatten sich die Schüler in der Mittagspause von sich aus zusammengesetzt, erzählte die künstlerische Leiterin des Berliner Vereins „Bilder bewegen“, „und einfach miteinander geredet. Und darauf kommt es an.“ Denn Ziel der Filme sei, dass die Jugendlichen sich kennenlernen und am Ende etwas haben, worauf sie gemeinsam stolz sein können.

Die 32 Jugendlichen mit und ohne Fluchthintergrund am dem Marktplatz in Delitzsch. Quelle: Bilder bewegen

„Es gibt hier so viele engagierte Menschen“

Und natürlich sollen die Schüler-Streifen auch sehenswert sein. Dafür stand zum einen professionelles Equipment bereit und zum anderen erfahrene Filmemacher. Auf der Leinwand behandeln die Jugendlichen das Gefühl, sich verloren zu fühlen, eine Welt, in der das Träumen verboten ist, und eine Zeit, in der es keinen Krieg, keinen Rassismus, keine Vorurteile gibt und jeder frei ist.

Besonders angetan war Gabriela Zorn auch von den Delitzscher Einrichtungen wie dem YOZ-Treff im Norden und dem Baff-Theater am Oberen Bahnhof, die das Projekt unterstützten. „Es gibt hier so viele engagierte Menschen“, sagte die Mix-It-Projektleiterin.

Die Filme der Delitzscher Schüler und alle bisher gedrehten können auf www.youtube.com/Mixitfilmprojekt angesehen werden.

Von Mathias Schönknecht

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