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Delitzsch Delitzscher Brandopfer können wieder einziehen
Region Delitzsch Delitzscher Brandopfer können wieder einziehen
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12:00 16.12.2017
Feuerrot wie die Feuerwehrfahrzeuge ist die neue Tür im neuen Haus. Quelle: Christine Jacob
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Delitzsch

Weihnachten im eigenen Haus feiern zu können – was für viele selbstverständlich ist, ist in diesem Jahr für Kerstin und Olaf Oehmichen aus der Delitzscher Sandmark gleich doppelter Grund zur Freude. Ihr Haus ist abgebrannt und doch steht es.

Seit dem Brand am 16.12.2016 hat die LVZ das Haus und seine Besitzer regelmäßig besucht.

Ein Jahr genau ist es her, dass ihr damals nicht mal zehn Jahre alter Eigenheim-Traumbau am 16. Dezember 2016 in Flammen aufging. Der technische Defekt eines Akkus, so die Ermittlungen der Polizei, verursachte das verheerende Feuer, in dessen Folge das Häuschen abgerissen werden musste. Auf den Tag genau ein Jahr später sind die Oehmichens nun wieder eingezogen, in ein Haus nach Muster des alten. Die Kisten sind verstaut, die Möbel da, im Fenster leuchtet ein Schwibbogen und die Kinder haben sich auch schon zu Besuch angekündigt – Weihnachten wird daheim gefeiert.

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Weihachten im eigenen Heim

„Wir sind wunschlos glücklich“, schnauft Olaf Oehmichen nach einem Jahr voller Arbeit durch. „Wir hatten eine schwere Zeit“, sagt Kerstin Oehmichen. Mit einem Lächeln blicken sie und ihr Mann aber auf die Monate seit dem Brand. Denn diese Zeit habe auch gezeigt, auf wen man sich verlassen kann. Freunde des Paares haben sie aufgenommen, fast ein Jahr lang lebten die Delitzscher so in Radefeld. Nur die letzten Monate verbrachten sie jetzt in Delitzsch in einer Wohnung, um ganz nah an der Baustelle sein zu können. „Wir haben sehr viel Hilfe erfahren“, schwärmt Olaf Oehmichen, „und das teilweise auch von ganz fremden Leuten.“

In der Delitzscher Sandmark ist es kurz vor Weihnachten zu einem Brand in einem Einfamilienhaus gekommen. Die Feuerwehr Delitzsch war mit einem Großaufgebot vor Ort und brachte das Feuer schnell unter Kontrolle, das Haus ist vorerst unbewohnbar.

Die Versicherung hat die Folgen des Brandes als Totalschaden komplett anerkannt. Den Entschluss, dass sie genau an der Stelle von vorne anfangen werden, den haben die 55 und 49 Jahre alten Delitzscher schon kurz nach dem Brand gefasst. Aufgeben war keine Option. Genau auf der Bodenplatte des alten Eigenheimtraumes steht nun das nagelneue Nachfolge-Objekt, erst Ende September wurde Richtfest gefeiert und in den vergangenen Wochen mit Hochdruck am Innenausbau gewerkelt. Nur manches Detail ist anders gelöst als im ersten Haus, aber ansonsten ist alles fast baugleich. Nur Rauchmelder finden sich im Gegensatz zum alten Haus nun fast in jedem Raum. So ein Tag wie der 16. Dezember 2016 soll sich nicht wiederholen.

Von Christine Jacob

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