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Delitzsch Delitzscher Möbelhaus: 100 Jahre und auf Zukunft ausgerichtet
Region Delitzsch Delitzscher Möbelhaus: 100 Jahre und auf Zukunft ausgerichtet
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13:47 05.06.2019
Die drei Becks (rechts) stoßen mit Gratulanten, darunter OBM Manfred Wilde (Fünfter von rechts), auf den 100. Gründungstag an. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

100 Jahre. Am Mittwoch wurde darauf bei Möbel Beck in Delitzsch angestoßen. Auch Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) und Wirtschaftsförderer Alexander Lorenz gehörten zu den Gratulanten. „Es ist eine der wenigen in der Stadt ansässigen Firmen dieser Branche“, so Wilde. „Für den Delitzscher Raum können wir sehr froh sein, dass es Möbel Beck hier gibt. Es ist generell eine gute Kombination der Geschäfte im Gewerbegebiet und neben dem Gartencenter.“

Höhen und Tiefen

Inhaber Thorsten Beck, Ehefrau Heike und Sohn Björn sowie sieben Mitarbeiter sind in Sachen Möbel im Einsatz. Thorsten Beck hat den größten Teil der Firmen-Geschichte miterlebt. „Ich war als Dreijähriger mit dem Vater zum ersten Mal auf Dienstreise“, erzählt der agile 71-Jährige. Er redet nicht drumherum, wie das Möbelhaus all die Jahre bestehen konnte: „Am Ende war es Kampf. Es gab Höhen und Tiefen.“ Das einschneidendste Ereignis war die Umstellung von der DDR-Planwirtschaft auf die freie Marktwirtschaft. Nach der Wiedervereinigung war der Bedarf an neuen Möbeln groß. „Aber es war sofort Konkurrenz aus dem Westen Deutschlands da. Es wurden Möbel selbst vom Lkw herunter verkauft.“

Auf Zukunft ausgerichtet

Zur 100-jährigen Geschichte gehören die richtigen Entscheidungen zur rechten Zeit. Zum Bespiel, das Haus in Rückmarsdorf zu schließen, bevor die gesamte Firma in wirtschaftliche Schieflage geraten konnte. „Heute ist es die Konkurrenz aus dem Internet“, so Thorsten Beck. „Erneut mussten wir Entscheidungen treffen. In diesem Fall war es der Umzug vom Pep-Markt an den heutigen Standort und damit den Schwerpunkt bei den Küchen zu setzen. Möbelstücke können auch noch online bestellt werden. „Aber Küchen sind heute richtige Bauwerke. Das ist per Internet nicht zu leisten. Es sind Entscheidungen, die für die nächste Generation gedacht sind“, so der Senior mit Blick auf den 39-jährigen Sohn, der Initiator dieser Neuausrichtung gewesen ist. Gerade wurde ein extra Studio-Bereich für Massivholz-Küchen ausgebaut. Außerdem gibt es natürlich all die anderen Stilrichtungen. Lackfronten sind aktuell am gefragtesten. Die neuesten technischen Entwicklungen sind ebenso Hauptthema.

Gutes Beispiel aus Thüringen

„Auf die nächsten 100“, hieß es beim Anstoßen. Das es geht, dafür gab Hella Dietsch vom gleichnamigen Polstermöbelhersteller in Thüringen ein Beispiel: „Wir sind schon 200.“

Von Heike Liesaus

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