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Delitzsch Delitzscher Posaunenchor nicht mehr gut bei Stimme
Region Delitzsch Delitzscher Posaunenchor nicht mehr gut bei Stimme
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11:00 17.01.2018
Jörg Topfstedt freut sich auf neue Mitstreiter im Posaunenchor. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Zwei Männer allein, vereint im Kummer darüber, allein zu sein. Manchmal hat es was von einer Selbsthilfegruppe mit musikalischer Begleitung, wenn sich der „Posaunenchor“ im Delitzscher Gemeindehaus trifft. Jörg Topfstedt, Kantor und Musikgenie der evangelischen Gemeinde nennt es selbst so, wenn er und Pfarrer Stephan Pecusa sich treffen, um gemeinsam Trompete zu spielen – ganz in Ruhe. Dabei hätten sie so gerne Gesellschaft.

Chor hat Mitglieder verloren

Bis vor Kurzem waren sie noch mehr. Ein echter Chor eben. Doch wie das eben so ist, machten Wegzüge und Altersgründe nun den so vielen Vereinen bekannten Kahlschlag in ihren Reihen perfekt und übrig blieben die zwei Männer. Der Chor ist auf der Suche nach neuen Mitstreitern. „Wir brauchen wieder einen harten Kern und einen richtigen Stamm“, sagt Jörg Topfstedt, „wir wollen den Chor wieder aufleben lassen.“ Dabei weiß er, selbst als Mann Baujahr 1984 mittendrin im Stress aus Job und Familie, nur zu gut, wie knapp Freizeit heute bemessen ist. Zu viel Freizeitstress jedenfalls soll der Posaunenchor keinem seiner Mitglieder machen. „Im Idealfall entsteht eine schöne Gemeinschaft“, hofft der Kantor. Er will den Aufwand nicht zu hoch setzen, den Anspruch nicht zu hoch stecken, alles soll ganz entspannt laufen. „Ich kann auch mal ein Ohr zudrücken“, sagt Jörg Topfstedt. Locker und lässig wie er das Weihnachtsoratorium auf die Beine stellt, will er auch den Posaunenchor wieder stimmgewaltig machen.

Bläserklassen sehr gefragt

Dabei, so Topfstedt, seien gerade die Bläserklassen an Musikschulen voll und die Instrumente sehr gefragt. Dort will auch die „Selbsthilfegruppe Posaunenchor“ ansetzen. „Wir können uns gegenseitig noch was beibringen und uns austauschen“, macht der Kantor klar, dass niemand Trompete, Horn oder Posaune perfekt beherrschen muss und die Sache eine zum langsam Rantasten wird. Zudem sind einige Instrumente zum Verleihen da. Einfallsreich sollen die Stücke zudem gestaltet werden, von den Klassikern bis in die Moderne der Popmusik reichen. Wer mitspielen will, kann sich jeden Montag einfach um 17 Uhr im Gemeindehaus in der Schloßstraße dazu gesellen oder Kontakt über die evangelische Gemeinde aufnehmen.

Von Christine Jacob

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