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Delitzsch Delitzscher Stadtwerke haben mehr Kunden – Wie steht’s um den Strompreis?
Region Delitzsch Delitzscher Stadtwerke haben mehr Kunden – Wie steht’s um den Strompreis?
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07:42 10.12.2019
Robert Greb und Christian Otto (rechts) freuen sich über die positiven Stadtwerke-Nachrichten, die sie verkünden können. Quelle: Heike Liesaus
Delitzsch

Die Stadtwerke Delitzsch (SWD) wünschen ihren Kunden derzeit mit stabilen Strompreisen ein frohes Fest. Das können andere Anbieter nicht. So wird mit diesem erfreulichen Fakt derzeit über die diversen Kanäle Reklame gemacht. Und es gibt auch andere positive Nachrichten: Die Zahl der Kunden ist zum Beispiel in den vergangenen fünf Jahren auf 15 000 und damit um 1000 gestiegen.

Wenig Spielraum beim Strompreis

Allerdings ist Geschäftsführer Robert Greb und Christian Otto, der fürs Kundencenter verantwortlich ist, ebenso klar: Am generell hohen Niveau der Strom-Preise können auch die Stadtwerke nichts ändern. Und für die SWD hat sich der Einkaufspreis für Elektroenergie seit 2017 sogar verdoppelt. „Wir bewegen uns eigentlich nur im Feld für Stromerzeugung und Vertrieb. Diese machen reichlich ein Fünftel des Preises aus. Die Hälfte der Kosten sind ,staatliche Dinge’“, erklärt Greb. Es sind Steuern und Abgaben sowie das Netzentgelt. „Wobei wir in unserem Netzgebiet verhältnismäßig günstige Netzentgelte haben“, stellt Christian Otto fest. Konzessionsabgaben, die an die Städte und Gemeinden für die Gestattung der Wegenutzung gezahlt werden, schlagen mit circa 6 Prozent zu Buche. Bei Netzentgelten, Messung und Abrechnung sind die Stadtwerke als Netzbetreiberzwar selbst mit im Boot. Aber diese Kosten sind für alle anderen Stromanbieter im von den SWD betriebenem Netzgebiet gleich.

Langfristiger Einkauf

„Wir kaufen langfristig ein, um die Strompreise stabil zu halten“, erklärt der Geschäftsführer. Der Vorteil wurde an die Kunden weitergegeben. Kosten, die gerade auch für die Stadtwerke gestiegen sind, werden dagegen vorerst nicht weitergegeben, so dass die Preise für 2020 stabil bleiben.

Allerdings muss der Strom auch in den kommenden Jahren an der Energie-Börse eingekauft werden. Welche Bedingungen sich dann bieten, ist nicht gewiss. Zum einen sei zu erwarten, dass die Umlagen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz sinken, weil teure Anlagen aus der Förderung ausscheiden. Andererseits ist noch nicht klar, wie sich zum Beispiel eine CO2-Abgabe auswirkt. Außerdem sinkt der Anteil an billigem Atomstrom.

Verschiedene Tarife

Die Preise für die Kilowattstunde sind schwer vergleichbar. Auch die Stadtwerke Delitzsch arbeiten mit verschiedenen Tarifen. Einige wurden im Frühjahr zuletzt partiell angepasst, andere sind seit vier Jahren stabil. „Im Vergleich zu anderen Discountanbietern gehen wir nicht mit supergünstigen Preisen ins Rennen. Unsere Preise sind aber angesichts des persönlichen Service und unserem Engagement trotz dessen attraktiv“, schätzt Christian Otto ein. Bei den Kundenzuwächsen spiele zum Beispiel die Netzerweiterung auf umliegende Gemeinden eine Rolle sowie der aktive Außendienst, der auf Einsparmöglichkeiten aufmerksam macht. Das Engagement für die Stadt werde wahrgenommen. Großkunden schätzten die Kooperationsmöglichkeiten und Ansprechpartner, die vor Ort sind.

Von Heike Liesaus

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