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Delitzsch Delitzscher Unternehmen druckt sich zum Erfolg
Region Delitzsch Delitzscher Unternehmen druckt sich zum Erfolg
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08:00 29.06.2018
Die Geschäftsführer Thomas und Katja Schimmer begutachten mit den Auszubildenden Frederic Just und Christopher Heinz (rechts) einen Druckbogen. Quelle: Foto: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Drei Auszubildende in einem Jahrgang sind auch für die Druckerei Schimmer etwas Besonderes. Es ist sogar so außergewöhnlich, dass sich Geschäftsführerin Katja Schimmer dafür entschied, das Delitzscher Unternehmen beim Bildungspreis der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig anzumelden.

Erst keiner, dann drei

Der Preis mit dem Namen „Edward“ zeichnet seit sieben Jahren Unternehmen in der Stadt Leipzig und den Landkreisen Nordsachsen und Leipziger Land aus, die sich überdurchschnittlich in der Berufsorientierung und in der beruflichen Aus- und Weiterbildung engagieren. In der vergangenen Woche bescheinigte die IHK Leipzig der Druckerei, dass sie ein guter Ausbildungsbetrieb ist. In der Kategorie „Unternehmen bis 50 Mitarbeiter“ landete die 1990 als Büro-Markt gegründete heutige Druckerei auf Platz zwei.

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Für Frederic Just (21), Azubi zum Mediengestalter, und Christopher Heinz (20), Azubi zum Medientechnologe Druck, war das auch schon vor der Auszeichnung klar. Beide lernen im zweiten Jahr beim Familienbetrieb und pendeln dafür jeden Tag von Leipzig-Gohlis beziehungsweise Borsdorf nach Delitzsch. „Es gab einige Bewerber auf die Stelle“, erzählt Frederic Just, „ich habe mich aber relativ früh beworben.“ Nach dem erfolgreichen Vorstellungsgespräch folgte eine etwa einwöchige Probearbeit, sagt Katja Schimmer, die zusammen mit ihrem Vater Thomas und Mutter Birgit die Geschäfte führt. Sei die Entscheidung im Bereich Mediengestaltung vergleichsweise klar ausgefallen, gab es für den Druck zwei sehr gute Bewerber, blickt die 29-Jährige zurück. „Wir haben uns dann für beide entschieden.“ Und so kam es, dass nachdem das Unternehmen 2015 keinen Azubi gefunden hatte, es im Jahr darauf gleich drei einstellte, sich beim Bildungspreis bewarb und schließlich auf dem zweiten Platz landete.

Eine gute Ausbildungsquote

Für das erstmalige Gewinnen eines Ausbildungspreises sei auch die gute Quote ursächlich, sowohl bei der Anzahl der Azubis als auch des Erfolgs, vermutet Katja Schimmer. Denn zu den drei Azubis kommen 15 festangestellte Mitarbeiter. Und von den bisherigen sieben Auszubildenden haben alle ihre Lehrjahre erfolgreich beendet, wurden teils übernommen.

Von Mathias Schönknecht