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Delitzsch Delitzscher beleben ihre Stadt
Region Delitzsch Delitzscher beleben ihre Stadt
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13:00 12.02.2017
Speziell die Breite Straße braucht mehr Leben.
Speziell die Breite Straße braucht mehr Leben. Quelle: Wolfgang Sens
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DELITZSCH

Was kann man tun, damit in der Innenstadt mehr Leben, Einkaufstrubel und Geschäftigkeit herrscht? Der Delitzscher Wirtschaftsförderer Alexander Lorenz setzt unter anderem auf Veranstaltungen, um die City zu beleben und mehr Menschen zu locken. Dabei kann er auf Hilfe durch „Bürger-Initiativen“ bauen, die selbst und regelmäßig etwas tun, damit sich etwas tut.

Trinkkultur und Kinokult

So gibt es seit fast einem Jahr immer wieder dienstags ab 17 Uhr den sogenannten Aperitivo bei Fuchs-Spirituosen in der Ritterstraße. Das Ganze läuft nach italienischem Vorbild. Als Aperitivo wird in Italien nicht nur der Aperitif selbst, sondern die Gewohnheit bezeichnet, sich abends zum Drink zu treffen.

Bereits Kult im wahrsten Worte ist der Factory-Kino-Kult, den Elke Fahr und ihr Mann Detlef Schwuchow mit Filmvorführer Achim Frisch jeden Sommer organisieren. Es gibt DDR-Kultfilme im Hinterhof der Breiten Straße 7 mit Kino-Technik zu sehen, die schon 60 Jahre alt ist. Kaum sind die ersten kleinen Flyer ausgedruckt, geht das Buchungsfieber los. In diesem Jahr flimmern am 22. Juli die DEFA-Streifen „Hiev up“ und am 12. August „Wie füttert man einen Esel“ über die Leinwand. Vorbestellungen sind unter 034202 55419, im Fotostudio „Factory-7“ und unter info@factory-7.de möglich.

Öffentliches Bücherregal scheitert an Bürokratie

Eine dauerhafte Belebung will ein Privatmann für die Breite Straße schaffen. Ihm schwebt vor, ein öffentliches Bücherregal in einer ausgedienten Telefonzelle einzurichten – solche Initiativen gibt es auch in anderen Städten. Die Bürger sollen sich Literatur einfach nehmen können, gefüllt würden die Regale mit gespendeten Büchern. Der Mann, der noch anonym bleiben will, ist Literaturfan und kauft viele Bücher, die er sonst der Bibliothek spendet. Allerdings kam nun ein Schreiben der Stadtverwaltung, das umfangreiche Pflichten mit einem öffentlichen Bücherregal verbindet – der Verkehr soll nicht behindert werden, über eine Mindestgebühr müsse nachgedacht werden. „Das demotiviert gerade ein bisschen“, sagt der Literaturfreund und will sich erstmal an das Sachgebiet Kommunalbau wenden.

Von Christine Jacob