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Delitzsch Delitzscher klärt seine Bahnwerks-Kollegen über Zusatzrente auf
Region Delitzsch Delitzscher klärt seine Bahnwerks-Kollegen über Zusatzrente auf
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14:00 27.04.2019
Reinhard Zänker verteilt Info-Blätter zur Bahn-Rente vor dem Eingang des RailMaint-Werkes in Delitzsch. Quelle: Heike Liesaus
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Delitzsch

Reinhard Zänker verteilte dieser Tage Flugblätter vor dem Tor des RailMaint-Werkes in Delitzsch. Er kann eigentlich gar nicht fassen, dass an seiner ehemaligen Arbeitsstätte niemand über die Zusatzrente Bescheid weiß, die doch offenbar hunderten Menschen, jetzigen wie ehemaligen Mitarbeitern, zusteht. Deshalb postierte er sich dieser Tage mit einem Bündel selbst entworfener und gedruckter Flyer am Werkseingang. „Ich habe es ja auch erst über einen Bekannten erfahren“, erklärt der 69-jährigen Rentner. „Jeder Mitarbeiter des ehemaligen RAW Delitzsch, der zehn Jahre bei der Deutschen Bahn AG gearbeitet hat, hat Anspruch auf eine Betriebsrente“, war auf den Zetteln zu lesen. Die Anwartschaften sind im Tarifvertrag über die betriebliche Zusatzversorgung der Arbeitnehmer der DB AG geregelt. Diese gelten auch, wenn der Betrieb und seine Mitarbeiter, so wie im Falle des Delitzscher Werkes an ein anderes Unternehmen übergegangen ist. Voraussetzung ist eine ununterbrochene mindestens zehnjährige Beschäftigung bei der Deutschen Bahn.

Hinterbliebene können Antrag stellen

Zänker hatte seinen Antrag zuerst formlos an den DB AG-Personalservice nach Berlin gesandt. Er bekam ein freundliches Schreiben und Formulare von der Abteilung betriebliche Altersversorgung zurück, mit der Aufforderung zum Ausfüllen und zum Einreichen weiterer Unterlagen. Mitte April hielt er jetzt den Bescheid in den Händen: Er bekommt monatlich 38,60 Euro brutto. „Dass es das gibt, sagt einem aber keiner. Und es gibt das Geld nur, wenn es beantragt wird. Das können aber auch Hinterbliebene“, so Reinhard Zänker. Auch für die Personalabteilung des heutigen RailMaint-Werkes sei es ein Novum gewesen, dass solche Ansprüche bestehen. „Aber sie wollen jetzt einen Aushang machen. Auch der Betriebsrat ist involviert.“ Für seine Aktion vorm Werkstor erhielt der Senior, der auch für die SPD im Stadtrat sitzt, Lob von den ehemaligen Kollegen. „Bei mir sind’s zwar noch ein paar Jährchen bis zur Rente, aber es ist schon gut zu wissen“, so Silke Schneider aus der Verwaltung, die gerade in den Feierabend ging.

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Zänker hatte 100 Zettel vorbereitet, er nahm sich einige Stunden Zeit, sie zu verteilen. Er bedauerte, dass er auf diesem Weg nicht alle, denen die Zusatzversorgung zusteht, erreichen kann. Schließlich gab es im Laufe der Zeit Verrentungen und Entlassungen. „Also bitte weitersagen“, wünschte sich der 69-Jährige.

Von Heike Liesaus

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