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Delitzsch Delitzscherin ist Oma im Ehrenamt
Region Delitzsch Delitzscherin ist Oma im Ehrenamt
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06:00 18.01.2018
Die Delitzscherin Elfi Pönicke ist Oma im Ehrenamt. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

So eine Oma ist einfach Gold wert. Sie packt mit an und ist immer zur Stelle, sie betreut die Enkelchen, wenn es bei den Eltern zwischen Arbeits- und Familienleben mal wieder stressig wird. Tausende Großeltern werden so zu Rentnern, die niemals Zeit haben. Eine besondere Oma ist Elfi Pönicke, denn sie ist für Familien Gold wert, die eigentlich gar nicht ihre Familie sind.

Hilfe für Delitzscher Familien

Die Delitzscherin ist eine „Oma im Ehrenamt“, von denen es nicht mal fünf in der Loberstadt gibt. Korrekt heißt das ehrenamtlicher Familienbegleiter. Dahinter verbirgt sich ein Anfang 2014 initiiertes Projekt des Landkreises, bei dem Menschen der Generation 50plus in Familien mit anpacken, wenn Not und Not an Großeltern ist. Mit den Kleinen spielen während Mama wichtige Termine ohne Kind absolvieren muss, Ausflüge unternehmen, auch mal einspringen, wenn es um das Abholen aus der Kita geht – Sachen eben, die Oma und Opa so machen. „Ich fühlte mich angesprochen“, erinnert sich Elfi Pönicke. Die heute 63-jährige Delitzscherin hatte in der Zeitung von dem Projekt gelesen. Sie war gerade in Altersteilzeit gegangen und wollte etwas tun, sie wollte sich einbringen. Mit der kleinen Olivia war schon im Herbst 2014 ein „Enkel“ gefunden. Und sie wird es bleiben. „Eigentlich geht die Betreuung nur bis die Kinder drei sind“, sagt Elfi Pönicke, „aber wir haben eine Beziehung aufgebaut.“ Drum gab es von Olivias Mama auch eine offizielle Dankeskarte im Rahmen der Ausstellung „Engel – geflügelte Boten“. Die Besucher konnten ihre himmlischen Botschaften mit der LVZ Post versenden. Für Elfi Pönicke gab es auf diesem Wege ein dickes Lob von Anja Hahn dafür, dass sie sich so liebevoll um Olivia kümmert.

Unbezahlbarer Lohn

Inzwischen übernimmt Elfi Pönicke noch die Patenschaft für ein 16 Monate altes Zwillingspaar. Ehemann Martin Pönicke ist „mit gehangen, mit gefangen“ gerne involviert, erzählt Geschichten von dem kleinen Jungen und seiner Zwillingsschwester als wären es die eigenen Enkel, schwärmt wie aktiv sie sind seit sie das Laufen beherrschen und das damit so manch freudiger Stress einhergeht. „Es ist schön, gebraucht zu werden“, sagt seine Frau. Oma wird Elfi Pönicke trotzdem nicht genannt. „Wir bleiben beim Vornamen“, sagt sie. Sie ist „nur“ eine Ersatzoma, für immerhin fünf Kinder ist sie die echte. Nur leider leben drei von ihnen weit weg. „Kinder erfüllen einen und lassen Probleme vergessen“, findet die einstige Büroangestellte. Als Ehrenamtsoma bekommt sie kein Geld. Was sie bekommt, ist unbezahlbar: Kinderlachen.

Von Christine Jacob

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