Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Delitzscherin kämpft gegen illegales Ablagern von Müll an Lober und Kosebruchteichen
Region Delitzsch Delitzscherin kämpft gegen illegales Ablagern von Müll an Lober und Kosebruchteichen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 18.01.2018
An den und im Umfeld der Kosebruchteiche hat die Delitzscherin Anke Bautz mehrere Stellen entdeckt, an denen illegal Müll abgelagert worden ist. Teils liegt der schon mehrerer Monate dort. Quelle: Thomas Steingen
Delitzsch

Schon immer waren die Kosebruchteiche im Norden der Loberstadt für die Delitzscher und Schenkenberger ein beliebtes Naherholungsziel. Und so ist es bis heute geblieben. Auch Anke Bautz, die im Delitzscher Norden in einem Plattenbau wohnt, ist fast täglich mit dem Fahrrad dort unterwegs. Die 48-Jährige fährt nicht nur gern Fahrrad, sondern sie ist auch sehr natur- und tierverbunden. Und so treibt es sie häufig vier bis fünf Stunden hinaus in die Natur. Oft wird sie dabei von ihrer Freundin Gabriele Scheel aus Leipzig begleitet, die sich wie die Delitzscherin zu dem Landschaftsschutzgebiet hingezogen fühlt. „Für mich ist das ein schöner Ausgleich. Ich bin schon länger arbeitslos und in der Natur komme ich auf andere Gedanken“, erzählt Anke Bautz.

Sie freut sich, wenn sie die Schwäne auf den Teichen beobachten kann – wie sie brüten und ihre Jungen aufziehen, mit ihnen auf dem Gewässern schwimmen. Aber sie hat auch Sorge, den Tieren, vor allem dem Nachwuchs könnte durch die Unachtsamkeit der Menschen etwas zustoßen. Etwa, wenn Jugendliche, die dort angeln, die Vögel verscheuchen oder Utensilien wie Schnüre oder Haken am Wasser liegen lassen.

Säcke voll mit illegalem Müll

Besonders ärgern aber die illegalen Müllablagerungen im Umfeld der Teiche die beiden Frauen. An einigen Stellen liegt der Müll schon ein halbes Jahr und länger. Weil sie achtlos weggeworfene Gegenstände am Wegrand stören, „sammelt Anke kleinere Beutel, Papiertaschentücher oder Dosen ein und nimmt sie mit“, schildert Gabriele Scheel. Wenn aber ganze Säcke voller Unrat, wie die blauen Säcke im Gebüsch an der Loberbrücke an der B 184 so entsorgt worden sind, platze ihr der Kragen.

Deshalb hat Anke Bautz im Frühjahr 2017 beim Ordnungsamt der Stadt gleich mehrere Stellen entlang des Lobers zwischen Schenkenberger Park und den Kosebruchteichen gemeldet, wo sie illegal entsorgten Müll entdeckt hat. „Nur getan hat sich bisher nichts“, berichtet die Delitzscherin. Teils habe sie den Eindruck, dass sie immer nur vertröstet werde, denn außer beim Ordnungsamt hat sie ihre Beobachtungen schon im Bürgerbüro der Stadt und auch beim Umweltamt des Landkreises vorgebracht. „Sogar die Reste eines geschlachteten Schafes seien an einem der Teiche abgekippt worden“, erzählt die Frau. Damals habe sie die Polizei eingeschaltet. „Danach wurden die Tierreste relativ schnell beseitigt.“ Ähnliches wünscht sie sich auch für den illegalen Müll. „Es muss nicht sofort sein, aber das er zeitnah entsorgt wird, kann man doch erwarten?“, so die 47-Jährige.

Vermüllte Stellen am Lober

Vom Landratsamt Nordsachsen als zuständige Abfallbehörde ist Anke Bautz aufgefordert worden, in einer Karte die ihr bekannten Ablagerungsstellen zu markieren. Offensichtlich gibt es ein Verständigungsproblem, denn während Anke Bautz der LVZ mehrere vermüllte Stellen zeigt, teilt das Delitzscher Rathaus auf Anfrage mit, dass es aktuell an den Kosebruchteichen keine Müllablagerung gebe.

Nicht zufrieden geben will sich Anke Bautz mit den Verweis, dass alles Geld koste. Und auch dass das Schwemmgut am Abfluss des mittleren Kosebruchteiches nicht beseitigt wird, kann sie nicht nachvollziehen. Ebenso hofft sie, dass der dicke Ast im Lober nahe der B-184-Brücke, an dem sich ebenfalls Schwemmgut sammelt, bald entfernt wird.

Von Thomas Steingen

Die Kleinen vom Kindergarten abholen, einen Ausflug in den Tiergarten oder einfach nur mal spielen. Alles Dinge, die eine Oma eben so macht. Für Elfi Pönicke ist das ein Ehrenamt.

18.01.2018

In Krostitz ist am Mittwoch in der Bahnhofstraße ein Nahkauf-Lebensmittelmarkt eröffnet worden. Er nutzt die Räumlichkeiten des ehemaligen Konsums, der Ende des vergangenen Jahres geschlossen worden ist. In Krostitz ist die Wiedereröffnung des Geschäftes, in dem es auch einen Postschalter gibt, mit Freude aufgenommen worden.

18.01.2018

Neujahrsempfang auf Schloss Hartefels. 250 geladen Gäste folgten der Einladung von Landrat Kai Emanuel (parteilos) in den Saal auf Schloss Hartenfels. Er sprach vor allem über Kernaufgaben in den Bereichen Bildung, Kommunikation und Mobilität. Seinem Empfang stellte der 49-Jährige unter das Motto der Landwirtschaftskampagne „natürlich, frisch, nordsächsisch“.

18.01.2018