Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Drogen und Waffen – nordsächsisches Duo vor Gericht
Region Delitzsch Drogen und Waffen – nordsächsisches Duo vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:58 28.05.2018
In Handschellen wurde der Verdächtige in den Gerichtssaal geführt. Quelle: Gabi Liebegall
Leipzig/Delitzsch

Der Vorwurf wiegt schwer: Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz und unerlaubter Waffenbesitz. Vor dem Schöffengericht des Landgerichtes Leipzig müssen sich nun ein Mittvierziger und eine 40-jährige Frau aus dem Landkreis Nordsachsen verantworten.

Der Angeklagte wird von zwei Justiz-Beamten in Handschellen aus der Haft vorgeführt. Die Männer bleiben während der Verhandlung im Raum. Das, was Staatsanwältin Sabine Fleiner-Krüger mit der Anklage vorwirft, lässt die Anwesenden aufhorchen. Es geht um den Besitz und Handel von Cannabis- und Marihuana-Pflanzen sowie um die synthetischen Drogen Crystel Meth beziehungsweise Ecstasy. Gemeinsam hätten die Angeklagten einen Handel aufziehen wollen – vom Anbau der Pflanzen über das Trocknen und Abpacken in Tütchen, das haben die Ermittlungen ergeben.

Tatort Delitzsch

Tatort war eine Bungalow-Siedlung bei Delitzsch. Der Weg war das Ziel für die beiden, ähnlich wie bei dem US-Verbrecher-Duo Bonnie und Clyde, das während der Weltwirtschaftskrise durch den Mittleren Westen der USA zog und Straftaten beging. Der Unterschied: Die beiden Angeklagten „arbeiteten“ an einem Ort, aber auch bewaffnet. Nach einer Schießerei am 5. Oktober 2017 werden beide festgenommen.

Während es der Beschuldigte vorzieht zu schweigen, erklärt sich die angeklagte Frau bereit, vor dem Gericht auszusagen. Der Vorsitzende Richter Jens Kaden hält ihr Aussagen aus der Ermittlungsakte vor. Doch wie vom Winde verweht, kann sich die Beschuldigte an nichts mehr erinnern. Auf alle Fragen antwortet sie mit nein, begleitet von Achselzucken. Sie habe in der besagten Nacht keine Schüsse gehört, sie könne nicht bezeugen, dass der Angeklagte eine Affinität zu Waffen hat. Von Beamten des Spezialeinsatzkommandos sei sie nicht niedergerungen worden, sie wisse nichts von Fahnen und Bildern bei ihrem Kumpan, die das Dritte Reich verherrlichen, und die Überwachungskameras an seinem Gebäude hätten sie nicht stutzig gemacht. Und dass auf alles „geballert wird“, was dem Haus zu nahe kommt, habe sie auch nie und niemandem angedroht.

Urteil im Juni

Richter Jens Kaden behält die Fassung, scheint aber aus der Haut fahren zu wollen. Zum Verständnis werden Polizei-Fotos und ein Polizei-Video bezüglich der Tat und des Tatortes gezeigt.

An diesem ersten Tag der Hauptverhandlung werden auch acht Polizisten angehört, darunter Beamte, die zuerst am Tatort waren. Es sei ein gefährlicher Einsatz gewesen, weil immer noch Schüsse fielen. Außerdem sagen ein Drogen-Experte, ein Kriminaltechniker und ein Hundeführer aus. Außer einer „Plantage mit Pflanzen“ seien abgepackte Tütchen mit Rauschmitteln gefunden worden, ein Druckluftgewehr, eine Druckluftpistole, Pfefferspray, eine Sprengvorrichtung sowie diverse Chemikalien zur Herstellung von Sprengmitteln.

Ein Urteil wird Anfang Juni erwartet.

Von Gabi Liebegall

Eine lange Tradition heißt noch lange nicht Langeweile. Bunt, abwechslungsreich und garantiert unterhaltsam ist das Programm, das die Feuerwehr Schenkenberg für den 2. Juni auf die Beine gestellt hat. Immerhin gibt es was zu feiern.

28.05.2018

Ein Jahr voller Überraschungen und neuer Gesichter: Pünktlich zum 50. Geburtstag sind viele Jungtiere im Tiergarten unterwegs. Eins kam ohne sich anzukündigen.

28.05.2018

Tausende Besucher haben am Wochenende beim Spargelhoffest in Kyhna das weiße Edelgemüse gekauft und verkostet. Noch bis zum 24. Juni sind die gesunden Stangen erhältlich.

28.05.2018