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Delitzsch Ebrosia-Weinhandel baut Kapazität auf zehn Millionen Flaschen jährlich aus
Region Delitzsch Ebrosia-Weinhandel baut Kapazität auf zehn Millionen Flaschen jährlich aus
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15:10 25.04.2019
Der Delitzscher Weinhandel Ebrosia legt den Grundstein für das neue Logistik-Zentrum. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Der Platz reicht nicht mehr bei Ebrosia. Der Wein, der von Delitzsch aus versandt wird, ist gefragt. Deshalb wurde am Donnerstag zum Spaten gegriffen, um den symbolischen ersten Stich ins vorbereitete Baufeld zu feiern. Die vor einem Jahrzehnt gebaute Logistik-Halle im Gewerbegebiet Delitzsch-Südwest war für den Versand von vier Millionen Flaschen jährlich ausgelegt. „Im vergangenen Jahr haben wir fünf Millionen Flaschen Wein von hier aus versandt. Das geht nun wirklich nicht mehr“, sagte Rüdiger Kleinke.

Der Baugrund ist vorbereitet, der erste Spatenstich wird gesetzt, aber auch die Zeitkapsel für den ersten Grundstein ist befüllt: Der Delitzscher Weinhandel startet den Bau des neuen Logistikzentrums.

Betriebsstart im Herbst

Mit der Erweiterung wird das Logistikzentrum eine Kapazität für einen Umschlag von zehn Millionen Weinflaschen jährlich bieten. Es soll noch im Herbst in Betrieb gehen, wenn die Hauptzeit des Versandgeschäfts beginnt, betonte Harry Jost, der die Projektsteuerung übernommen hat. Der war überrascht, als er hörte, dass Kleinke als Präsident des Delitzscher Carneval Vereins fungiert, „denn ich kenne ihn als absolut strukturieren und nüchternen Menschen.“ Das helfe gegen davongaloppierende Baukosten. Denn Änderungen während der Bauphase, deren Ursache schlechte Vorbereitungen sind, sind Kostentreiber. „Hier haben wir uns allein ein halbes Jahr über die Organisation der Abläufe unterhalten“, lobte er die Planungen. Schon beim ersten Hallen-Bau vor knapp zehn Jahren war genau überlegt worden, was sein muss und was nicht.

Erweiterung in der Nachbarschaft

Fürs neue Projekt sind 12 600 Quadratmeter Land in der Nachbarschaft dazu gekauft worden. Die neue Halle schließt direkt an die alte an. Die Logistikfläche soll sich von 1800 auf 3800 Quadratmeter erweitern, die Zahl der Mitarbeiter sich von 30 auf 60 verdoppeln.

Zeitkapsel

Ein Grundstein lag bei der Feier am Donnerstagmorgen ebenso parat. Hinter ihm soll später die Zeitkapsel eingemauert werden, die mit dem aktuellem Prospekt, dem aktuellen Kunden-Anschreiben und der LVZ des Tages bestückt wurde.

Mehr als 200 000 Kunden

Kleinke gründete den Weinhandel im Jahr 2000. Nebenberuflich lief es schon drei Jahre zuvor erstmal vom Keller des Einfamilienhauses aus. Er nutzte seine Rede für jede Menge Danksagungen. Die Liste reichte von den Kunden, deren Zahl deutschlandweit die 200 000 überschreitet, über die Ebrosia-Mitarbeiter, die Stadtverwaltung, den ehemaligen Landrat bis hin zum Architekten und zur Bank, bei der vor einem Monat gerade die letzte Rate für die bisherige Halle überwiesen werden konnte, und die zuvor bereits die Finanzierung des neuen Projektes in kurzer Zeit genehmigt hatte. Und viel Lob, ob nun vom ehemaligen sächsischen Wirtschaftsminister oder von der erneut beauftragten Baufirma, bekam er auch zurück. Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) war es zum Beispiel besonders wichtig zu betonen, dass der 49-jährige Firmenchef nicht allein als Unternehmer, sondern auch als Stadtrat agiert: „Er ist derjenige, der immer nachbohrt, der sich am besten in die Unterlagen einarbeitet. Und er ist einer, der tatsächlich den Spaten in die Hand nimmt und nicht nur darüber redet, was gemacht werden könnte. Er achtet immer auf den Mehrwert für die Stadt.“

Platz im Gewerbegebiet

Es ist noch Platz auf dem Gewerbegebiet, aber nicht mehr übermäßig viel, war von Alexander Lorenz, verantwortlich für Wirtschaftsförderung in Delitzsch, am Rande zu erfahren. „Großen Logistikern, die auch bei uns anfragen, müssen wir absagen. Wir haben noch Gewerbeflächen. Doch Industrieflächen sind sehr knapp. Aber wir verschleudern sie nicht. Wir betrachten auch den Firmenbestand vor Ort, der erweitern will, der Mitarbeiter aus der Region hat, der hier zur Wertschöpfung beiträgt.“

Von Heike Liesaus

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