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Delitzsch Feuerwehrkreisverband Delitzsch: Doppelt so viele Einsätze
Region Delitzsch Feuerwehrkreisverband Delitzsch: Doppelt so viele Einsätze
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09:57 09.05.2019
Auch der Feuerwehreinsatz bei Harry-Brot Wiedemar gehört zur Bilanz des Jahres 2018. Quelle: Christine Jacob
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Delitzsch/Eilenburg

Feuerwehr muss ja generell schnell sein. Im Einsatz jedenfalls. Für die Versammlungen des Kreisfeuerwehrverbandes Delitzsch – zuständig für die Regionen Delitzsch und Eilenburg – galt das bisher nicht. Und so waren die Kameraden, die zur 2019er Ausgabe zusammengekommen waren, dann doch positiv überrascht: Diese Tagung dauerte nur anderthalb Stunden. Rekordzeit.

Wetterbedingt einsatzreich

Doch die Zeit reichte, um eine Bilanz der vergangenen Monate zu ziehen. Auch wenn diese gewichtig ausfällt. In ihrem Rechenschaftsbericht fasste die Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Dana Purschwitz, das wetterbedingt einsatzreiche Jahr 2018 zusammen. Es startete mit Stürmen im Frühjahr und setze sich mit den Auswirkungen des langen heißen und trockenen Sommers fort. Erst mussten Sturmschäden gesichert werden, in den Monaten danach war zu brennenden Feldern, Ödlandflächen und Wäldern auszurücken. Das führte zur Verdoppelung der Einsatzzahlen. Purschwitz bedankte sich bei allen Kameradinnen und Kameraden. Diese waren in diesen Zeiten teils an die Grenzen der Belastbarkeit gekommen.

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30 Kinder mehr in den Jugendwehren

Einsatzabteilungen von 73 Ortswehren sind insgesamt im Delitzscher Verband engagiert. Das sind 301 Kameradinnen und 1386 Kameraden. Und beim Nachwuchs konnte immerhin Zuwachs um 30 Kinder in den Jugendfeuerwehren auf nun insgesamt 539 verzeichnet werden.

Dana Purschwitz, Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Delitzsch. Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Für Dana Purschwitz war es das erste Jahr im Amt. Die 40-Jährige aus Görschlitz, das zur Gemeinde Laußig gehört, war im vorigen Jahr mit überwältigender Mehrheit zur Verbandsvorsitzenden gewählt worden. Nach dem Motto „neue Besen kehren nicht unbedingt besser, aber anders“ stellte sie die ersten Ergebnisse des Projektes „Zukunft Feuerwehr“ vor, das den Verband bereits seit mehreren Jahren beschäftigt. Dazu gehören unter anderem eine neue Satzung, eine neue Wahlordnung, eine neue Finanzrichtlinie und die erweiterte Aufnahme von Ehrenmitgliedern. Ein großer Dank ging an Mario Pohlenz, Leiter der Ortswehr Wöllnau, der wieder mehr Teilnehmer bei den Feuerwehr-Wettbewerben mobilisieren konnte. Auch die Frauenabteilung, die Julia Bau leitet, konnte punkten: Bei der gemeinsamen Fortbildung der Kameradinnen des Verbandes lagen die Schwerpunkte bei Drehleiter und Digitalfunk.

Feuerwehrrente und Bildungsurlaub

Die Westsachsen hatten Besuch vom benachbarten Kreisfeuerwehrverband Torgau-Oschatz ebenso wie aus dem Partnerkreis Schwäbisch Hall. Auch Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) war erneut zu Gast und beantwortete Fragen. Nicht immer zur Zufriedenheit der Versammelten. Vorsitzende Dana Purschwitz fasste die Schwerpunkte zusammen: „Wir bleiben bei den Problempunkten Landesfeuerwehrschule, Feuerwehrrente und Sonderurlaub für Weiterbildungen der Kameraden dran.“

Landrat Kai Emanuel (parteilos) erinnerte an Einsätze des vergangenen Jahres wie den Sturm „Friederike“, die Großbrände bei den Kreiswerken Delitzsch und im Harry-Brot-Werk in Wiedemar. Die Zukunft der Einsatzkräfte könne nur mit dem Feuerwehrnachwuchs gesichert werden. Das Landratsamt unterstützt deshalb die Jugendfeuerwehren pro Jahr mit 20 Euro je gemeldetem Kind.

Ehrenkreuz und Medaille

Zum Schluss gab es die Ehrungen: Für hervorragende Arbeit im Kreisfeuerwehrverband Delitzsch zeichnete Andreas Rümpel, der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, Wolfgang Wenzel aus Wiedemar mit dem Deutschen Ehrenkreuz in Silber sowie Franziska Poetzsch und Günter Robitzsch aus Benndorf mit der Verdienstmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen aus.

Von Georg Seitz

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