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Delitzsch Gemeindewehrleiter von Wiedemar zieht Bilanz
Region Delitzsch Gemeindewehrleiter von Wiedemar zieht Bilanz
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17:14 21.08.2018
Wolfgang Wenzel
Wiedemar

So viele Einsätze im Halbjahr wie sonst im ganzen Jahr. Das ist die bisherige Bilanz des Jahres 2018 der Freiwilligen Feuerwehr Wiedemar. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Gemeinde, die sich 2013 aus Neukyhna, Zwochau und Wiedemar zusammengeschlossen hatte, zog Wehrleiter Wolfgang Wenzel vor den Gemeinderäten eine umfassende Bilanz – die durchaus positiv ausfiel.

Gemeindewehrleiter: Großübungen haben sich ausgezahlt

Nachdem Wenzel im September 2013 in die zentrale Gemeindewehrleitung gewählt worden war, hatte ihn der Gemeinderat beauftragt, die elf Ortsfeuerwehren zu einer „leistungsstarken, zielorientierten und effizienten Gemeindefeuerwehr zu formieren“. Die Aufgabe sei „in dieser Größe eine unbekannte Herausforderung“ gewesen, die es „zu dieser Zeit im Landkreis Nordsachsen nur in Wiedemar“ gab, sagte Wenzel. Das Ziel sei aber erreicht worden.

„Besonders freut uns, dass bei den 146 aktiven Einsatzkräften auch 26 weibliche Mitglieder in das Alarmierungssystem eingebunden sind“, resümiert der Wehrleiter. Ebenso erfreulich sei, dass es an den Standorten in Kyhna, Zwochau und Wiedemar jeweils eine Jugendfeuerwehr mit zehn bis 13 Mitgliedern gibt. „Hinsichtlich der Nachwuchsgewinnung sind andere Standorte außerhalb der Gemeinde weitaus schlechter aufgestellt“, schätzt Wenzel ein, „sodass uns hier bei der personellen Entwicklung in den Feuerwehren wirklich nicht bange sein muss.“

Es gibt auch Schattenseiten – alte Löschfahrzeuge und mehr Einsätze

Auch für die Fortbildungen findet Wenzel lobende Worte: Der vorhandene Ausbildungsstau sei in den zurückliegenden fünf Jahren zu großen Teilen abgebaut worden, sodass alle Wehren auf einem einheitlichen Leistungsstand sind. Vorteilhaft haben sich zudem die Großübungen wie beispielsweise die Evakuierung der Grundschule Kyhna oder des Harry-Brot-Werkes erwiesen – wie der Brand auf dem Gelände der Großbäckerei im Juni zeigte.

Kritisch sieht Wenzel dagegen die in die Jahre gekommenen Löschfahrzeuge. Die aktuell eingesetzten Einsatzwagen seien in den Jahren 1956 und 1992 gebaut worden. Selbst das jüngste Fahrzeug sei 18 Jahre alt.

„Mit Sorge“ betrachtet Wenzel zudem die Entwicklung des Einsatzaufkommens: Waren es 2013 insgesamt noch 30 Einsätze, seien die Kameraden 2017 bereits zu 64 ausgerückt. Nach aktueller Hochrechnung werde man das Jahr 2018 mit circa 80 Einsätzen abschließen.

Von Mathias Schönknecht

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